Welche Möglichkeiten gibt es, Textmarker nachhaltig nachzufüllen, anstatt sie nach der Entleerung wegzuwerfen?

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Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, Textmarker nachzufüllen, da herkömmliche Marker meist aus Kunststoff bestehen und nach dem Austrocknen unnötigen Müll verursachen.

Hier sind die gängigsten Möglichkeiten, Textmarker nachhaltig zu nutzen:

1. Nachfüllstationen (Kapillarsystem)

Dies ist die sauberste und verbreitetste Methode für klassische Textmarker. Bekannte Marken wie Stabilo oder Edding bieten diese Systeme an.

  • Wie es funktioniert: Man steckt den Marker kopfüber in eine spezielle Nachfüllstation. Durch Kapillarkraft zieht der Speicher im Inneren des Markers die Tinte aus dem Fläschchen auf.
  • Vorteil: Überfüllen ist fast unmöglich; der Marker nimmt nur so viel Tinte auf, wie er speichern kann.
  • Marken-Beispiel: Stabilo Boss Refill oder edding HTK 25.

2. Nachfüllfläschchen mit Tropfenzähler

Einige Hersteller bieten Tinte in Flaschen an, mit denen man den Marker direkt beträufeln kann.

  • Wie es funktioniert: Man zieht die Kappe (oder das Endstück) des Markers ab und träufelt die Tinte direkt auf den internen Schwamm/Speicher.
  • Vorteil: Oft günstiger als Stationen, da eine Flasche für sehr viele Füllungen reicht.
  • Marken-Beispiel: Faber-Castell bietet für seine Textliner 1548 Nachfülltinte (Textliner 1549) an.

3. Patronensysteme

Ähnlich wie bei einem Füller gibt es Textmarker, die mit Tintenpatronen funktionieren.

  • Wie es funktioniert: Wenn der Marker leer ist, schraubt man ihn auf und ersetzt die leere Patrone durch eine neue.
  • Vorteil: Sehr einfach und sauber in der Handhabung. Weniger Abfall als ein ganzer Marker, aber etwas mehr als bei einer großen Nachfüllflasche.
  • Marken-Beispiel: Pentel Illumina oder Modelle von Pilot.

4. Austauschbare Spitzen (Nibs)

Ein oft vergessenes Problem: Selbst wenn Tinte vorhanden ist, kann die Spitze ausfransen oder durch Druckerschwärze verschmutzen.

  • Lösung: Nachhaltige Hersteller bieten Ersatzspitzen an. So muss man das Gehäuse nicht wegwerfen, nur weil die Spitze kaputt ist.
  • Marken-Beispiel: Vor allem im professionellen Bereich (z.B. Neuland) sind austauschbare Spitzen Standard.

5. Die Alternative: Trockentextmarker (Holzstifte)

Die nachhaltigste Option ist oft, ganz auf Flüssigtinte zu verzichten.

  • Was das ist: Das sind dicke Farbstifte in Neonfarben (wie klassische Buntstifte, nur mit sehr weicher, leuchtender Mine).
  • Vorteile:
    • Bestehen meist aus zertifiziertem Holz.
    • Trocknen niemals aus.
    • Schlagen nicht durch dünnes Papier (ideal für Bibeln oder Gesetzestexte).
    • Kein Plastikmüll.
  • Marken-Beispiel: Faber-Castell GRIP Neon, Lyra oder Lamy.

Tipps für den Kauf und die Nutzung:

  1. Beim Neukauf auf "Refillable"-Logo achten: Kaufen Sie keine Billig-Marker (Noname-Sets), da diese fast nie nachfüllbar sind.
  2. Farbreinheit bewahren: Markieren Sie nicht direkt über frisch gedruckte Tinte (Tintenstrahldrucker) oder weiche Bleistiftstriche, da dies die Spitze des Markers verstopft und die Farbe im Tank verschmutzt.
  3. Lagerung: Lagern Sie Textmarker am besten waagerecht, damit die Pigmente gleichmäßig verteilt bleiben und die Spitze weder austrocknet noch "absäuft".

Fazit: Wenn Sie das klassische Schreibgefühl lieben, sind die Nachfüllstationen von Stabilo oder Edding am einfachsten. Für maximale Umweltfreundlichkeit sind Neon-Holzstifte unschlagbar.

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