Welche Materialien bei Haargummis sind am schonendsten für die Haarstruktur?

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Bei der Wahl des richtigen Haargummis kommt es vor allem darauf an, Reibung und punktuellen Druck zu minimieren. Wenn Haargummis zu fest sitzen oder eine raue Oberfläche haben, rauen sie die Schuppenschicht auf, was zu Haarbruch, Spliss und "Haar-Knick-Stellen" führt.

Hier sind die am besten geeigneten Materialien und Arten, sortiert nach ihrer Sanftheit:

1. Seide (Silk Scrunchies) – Der Goldstandard

Echte Seide ist das schonendste Material für das Haar.

  • Warum: Seide hat eine extrem glatte Oberfläche. Das Haar gleitet darüber hinweg, anstatt hängenzubleiben oder aufgeraut zu werden. Zudem entzieht Seide dem Haar weniger Feuchtigkeit als Baumwolle.
  • Vorteil: Verhindert effektiv Haarbruch und Frizz.
  • Tipp: Achten Sie darauf, dass es echte Maulbeerseide ist, nicht nur "Silk-Touch"-Polyester.

2. Satin (Satin Scrunchies) – Die preiswerte Alternative

Satin ist kein Material an sich, sondern eine Webart, meist aus Polyester hergestellt.

  • Warum: Ähnlich wie Seide bietet Satin eine sehr glatte Oberfläche und reduziert die Reibung deutlich.
  • Vorteil: Günstiger als Seide und dennoch sehr schonend.
  • Nachteil: Weniger atmungsaktiv als echte Seide.

3. Samt (Velvet Scrunchies)

Samt-Haargummis sind besonders in Form von großen "Scrunchies" (Stoffhaargummis) sehr beliebt.

  • Warum: Der dicke Stoff dient als Polster. Der Druck des elastischen Bandes im Inneren wird über eine größere Fläche verteilt, was Knicke im Haar verhindert.
  • Vorteil: Sie halten oft besser im Haar als Seide, ohne zu ziehen.

4. Spiral-Haargummis (aus Kunstharz/TPU)

Bekannt unter Markennamen wie Invisibobble.

  • Warum: Durch die Telefonkabel-Form wird der Druck ungleichmäßig verteilt. Das Gummi krallt sich nicht an einer einzelnen Stelle fest.
  • Vorteil: Sie hinterlassen kaum Knicke, saugen sich beim Sport nicht mit Schweiß voll und enthalten kein Metall.
  • Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Schweißnaht des Kunststoffs glatt verarbeitet ist, damit sich keine Haare darin verfangen.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten:

  1. Haargummis mit Metallverschluss: Das Metall ist oft scharfkantig und wirkt wie eine Schere auf die Haarstruktur. Es ist der Hauptverursacher für Haarbruch auf mittlerer Höhe.
  2. Einfache Haushaltsgummis: Gummi hat einen extrem hohen Reibungswiderstand. Beim Herausziehen werden unweigerlich Haare ausgerissen oder die Schuppenschicht wird zerstört.
  3. Dünne, eng gewebte Gummis: Je dünner das Haargummi, desto punktueller und schädlicher ist der Druck auf die Haarsträhne.

Zusätzliche Profi-Tipps für gesundes Haar:

  • Abwechslung: Binden Sie den Zopf nicht jeden Tag an derselben Stelle. Wenn der Druck immer auf dieselbe Stelle ausgeübt wird, entsteht dort eine Schwachstelle ("Haargummi-Bruch").
  • Nicht zu fest: Wickeln Sie das Haargummi nur so oft wie nötig um den Zopf. Je fester es sitzt, desto mehr wird die Haarstruktur gequetscht.
  • Nachts offen lassen: Tragen Sie nachts entweder gar kein Haargummi oder nur einen sehr lockeren Seiden-Scrunchie (oder nutzen Sie ein Seidenkissen).
  • Vorsichtig lösen: Reißen Sie das Haargummi nicht heraus, sondern wickeln Sie es vorsichtig ab.
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