Welche Käsesorten eignen sich am besten für den Belag?
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Die Wahl des richtigen Käses hängt stark davon ab, was Sie belegen möchten. Es geht dabei meist um das Zusammenspiel von Schmelzverhalten, Fettgehalt und Geschmack.
Hier ist eine Übersicht der besten Käsesorten nach Verwendungszweck:
1. Für Pizza
Hier ist ein guter Schmelz und wenig austretendes Öl wichtig.
- Mozzarella (der Klassiker): Er hat die besten Dehnungseigenschaften („Fäden ziehen“) und einen milden Geschmack, der den Belag nicht übertönt. Tipp: Den festen Mozzarella nehmen, nicht den in Lake (oder diesen gut abtropfen lassen), damit die Pizza nicht wässrig wird.
- Pecorino oder Parmesan: Werden oft fein gerieben nach dem Backen oder kurz davor darübergegeben, um eine würzige Salznote zu setzen.
- Gorgonzola: Ideal für kräftige Kombinationen (z. B. mit Birne oder Spinat).
2. Zum Überbacken (Aufläufe, Gratin, Lasagne)
Hier sucht man Käse, der eine schöne goldbraune Kruste bildet.
- Emmentaler: Sehr beliebt in Deutschland, schmilzt gut und ist mild-nussig.
- Gruyère (Greyerzer): Gilt unter Köchen als einer der besten Käse zum Überbacken. Er hat einen intensiven Geschmack und schmilzt extrem gleichmäßig.
- Gouda (jung oder mittelalt): Der Allrounder. Junger Gouda schmilzt sehr weich; mittelalter Gouda bringt mehr Würze ein.
- Appenzeller: Wenn es richtig kräftig und würzig sein soll.
3. Für Burger und warme Sandwiches
Hier ist ein schneller, cremiger Schmelz entscheidend.
- Cheddar: Der Favorit für Burger. Er schmilzt cremig und hat eine markante Farbe und Würze.
- Monterey Jack: Sehr beliebt in den USA für Sandwiches, da er extrem gut schmilzt.
- Provolone: Ein italienischer Schnittkäse, der toll auf Sandwiches schmeckt (leicht rauchig oder mild).
4. Für kalte Belege (Brot & Brötchen)
Hier zählt allein der Geschmack und die Textur im Mund.
- Butterkäse: Sehr mild und weich, ideal für Kinder.
- Tilsiter oder Edamer: Klassische Schnittkäse für das tägliche Abendbrot.
- Brie oder Camembert: Für Liebhaber von cremigen Weichkäsen.
5. Für Salate oder Bowls (als Topping)
Hier wird der Käse meist nicht geschmolzen, sondern soll Struktur geben.
- Feta (Schafskäse): Bringt Frische und Salzigkeit.
- Ziegenkäse (als Rolle): Passt hervorragend zu Honig, Nüssen und grünem Salat.
- Halloumi: Die Ausnahme – er wird gebraten oder gegrillt, da er nicht schmilzt, sondern fest bleibt.
Profi-Tipps für den perfekten Belag:
- Fettgehalt: Käse mit hohem Fettgehalt (mind. 45% i. Tr.) schmilzt besser und wird cremiger. Magerkäse wird im Ofen oft eher zäh oder gummiartig.
- Frisch reiben: Abgepackter Streukäse aus der Tüte enthält oft Trennmittel (Stärke), damit die Fäden nicht zusammenkleben. Das verhindert aber auch ein perfektes Verschmelzen. Selbst reiben schmeckt immer besser.
- Die Mischung macht's: Für die perfekte Pizza oder Lasagne mischen viele Profis Mozzarella (für den Schmelz) mit etwas Parmesan oder Gruyère (für den Geschmack).