Welche Inhaltsstoffe sollten in einer guten Baby-Wundschutzcreme vermieden werden?

Bearbeiten
Löschen

Die Haut von Babys ist wesentlich dünner und empfindlicher als die von Erwachsenen. Da die Windelregion zudem ein feuchtwarmes Milieu ist, werden Inhaltsstoffe dort besonders leicht aufgenommen.

Hier sind die wichtigsten Inhaltsstoffe, die in einer guten Baby-Wundschutzcreme vermieden werden sollten:

1. Mineralöle und Paraffine

Diese werden oft aus Erdöl gewonnen. Sie legen sich wie ein Film auf die Haut und können die Poren verstopfen, wodurch die Haut nicht mehr richtig "atmen" kann. Zudem stehen sie im Verdacht, mit krebserregenden Stoffen (MOAH/MOSH) verunreinigt zu sein.

  • Achten Sie auf: Paraffinum Liquidum, Petrolatum (Vaseline), Cera Microcristallina, Ozokerit.

2. Synthetische Duftstoffe und Parfüm

Duftstoffe sind einer der häufigsten Auslöser für Allergien und Kontakt-Dermatitis. In der empfindlichen Windelregion, die oft schon gereizt ist, haben sie keinen Nutzen und können die Irritation verschlimmern.

  • Achten Sie auf: Parfum, Fragrance sowie allergene Duftstoffe wie Limonene, Linalool, Geraniol (wenn diese künstlich zugesetzt sind).

3. Parabene

Parabene werden als Konservierungsstoffe eingesetzt, stehen jedoch in der Kritik, da sie eine hormonähnliche Wirkung im Körper entfalten können. Da der Hormonhaushalt von Babys noch in der Entwicklung ist, sollten sie strikt gemieden werden.

  • Achten Sie auf: Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben.

4. PEG und PEG-Derivate

Diese Stoffe dienen als Emulgatoren. Das Problem: Sie machen die Hautbarriere durchlässiger. Dadurch können Schadstoffe und Bakterien leichter in den Körper des Babys gelangen.

  • Achten Sie auf: Inhaltsstoffe mit dem Kürzel PEG oder Endungen auf -eth (z.B. Ceteareth-20).

5. Silikone

Silikone verleihen der Creme ein geschmeidiges Gefühl, haben aber keinen pflegenden Nutzen für die Haut. Sie sind schwer biologisch abbaubar und dichten die Haut ähnlich wie Mineralöle ab.

  • Achten Sie auf: Endungen auf -cone oder -xane (z.B. Dimethicone, Cyclomethicone).

6. Aggressive Konservierungsmittel (z.B. Methylisothiazolinone)

Einige Konservierungsstoffe haben ein sehr hohes Allergiepotenzial und können auf wunder Haut stark brennen.

  • Achten Sie auf: Methylisothiazolinone (MIT), Methylchloroisothiazolinone.

7. Bestimmte ätherische Öle

Obwohl sie natürlich sind, können ätherische Öle wie Eukalyptus, Menthol oder Kampfer bei Babys zu Hautreizungen oder in extremen Fällen sogar zu Atemproblemen führen. Auch hochkonzentriertes Teebaumöl ist für die Windelregion ungeeignet.


Was sollte stattdessen enthalten sein?

Eine hochwertige Wundschutzcreme setzt auf natürliche Barriere- und Pflegestoffe:

  • Zinkoxid: Wirkt entzündungshemmend und hält die Feuchtigkeit von der Haut fern.
  • Lanolin (Wollwachs): Schützt die Haut vor Nässe (Vorsicht bei bekannter Wollwachsallergie).
  • Pflanzliche Öle: Mandelöl, Jojobaöl oder Olivenöl pflegen die Haut nachhaltig.
  • Beruhigende Extrakte: Calendula (Ringelblume) oder Kamille fördern die Heilung.

Tipp: Achten Sie auf Siegel für zertifizierte Naturkosmetik (wie NATRUE oder COSMOS/Ecocert). Diese garantieren den Verzicht auf Mineralöle, Silikone und synthetische Konservierungsstoffe. Eine sehr kurze Zutatenliste ist meistens ein gutes Zeichen.