Welche Funktion hat das Paraffin im Schaft eines Streichholzes?

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Das Paraffin im Schaft eines Streichholzes erfüllt eine entscheidende Aufgabe: Es dient als Brandüberträger (oder Zündhelfer).

Hier ist die genaue Funktionsweise:

  1. Die Brücke zwischen Kopf und Holz: Wenn man ein Streichholz an der Reibfläche entzündet, verbrennt die Chemikalie am Zündkopf sehr schnell und mit hoher Temperatur, aber nur für einen kurzen Moment. Diese Zeit reicht oft nicht aus, um das feste Holz des Schaftes direkt zu entzünden.
  2. Leichtere Entflammbarkeit: Das Paraffin (ein Wachs) ist im oberen Teil des Holzschaftes imprägniert. Da Paraffin einen niedrigen Schmelzpunkt hat, verflüssigt es sich durch die Hitze des Zündkopfes sofort, steigt durch Kapillarkräfte in die Flamme auf und verdampft.
  3. Aufrechterhaltung der Flamme: Der Paraffindampf brennt sehr leicht und bildet eine beständige Flamme. Diese Flamme brennt lange genug und heiß genug, um schließlich die Holzfasern des Schaftes zu entzünden.

Zusammenfassend: Ohne das Paraffin würde der Zündkopf zwar kurz aufblitzen, aber das Streichholz würde in vielen Fällen einfach wieder ausgehen, bevor das Holz Feuer gefangen hat. Das Paraffin sorgt also dafür, dass die Verbrennung zuverlässig vom Kopf auf den Schaft übergeht.


Zusatzinfo: Am anderen Ende des Streichholzes (oder im gesamten Schaft) ist das Holz oft mit Ammoniumphosphat imprägniert. Dies hat den umgekehrten Effekt: Es verhindert, dass das Holz nach dem Ausblasen nachglimmt, damit man sich nicht an der Asche verbrennt oder versehentlich einen Brand verursacht.