Welche drei Grundarten von Senfkörnern gibt es?
Es gibt im Wesentlichen drei Grundarten von Senfkörnern, die sich in Farbe, Schärfe und Verwendung unterscheiden:
-
Gelber Senf (auch Weißer Senf genannt – Sinapis alba): Die Körner sind recht groß und hellgelb. Er ist die mildeste der drei Arten. Die Schärfe des gelben Senfs entwickelt sich erst beim Kontakt mit Flüssigkeit, verfliegt aber nicht so schnell wie bei den dunkleren Sorten. Er wird häufig für milden oder mittelscharfen Tafelsenf sowie zum Einlegen von Gurken verwendet.
-
Brauner Senf (auch Sareptasenf genannt – Brassica juncea): Diese Körner sind etwas kleiner und haben eine bräunliche Farbe. Brauner Senf ist deutlich schärfer als gelber Senf. Er wird vor allem für mittelscharfe bis sehr scharfe Senfsorten verwendet, wie zum Beispiel für den berühmten Dijon-Senf.
-
Schwarzer Senf (Brassica nigra): Dies sind die kleinsten und dunkelsten Körner. Schwarzer Senf ist die schärfste der drei Arten. Da die Pflanzen schwieriger maschinell zu ernten sind (die Schoten platzen bei Reife leicht auf), wird er heute oft durch den braunen Senf ersetzt. Er findet vor allem in sehr scharfen Senfsorten oder in der indischen Küche Verwendung.
Zusammenfassend gilt: Je dunkler das Korn, desto schärfer ist in der Regel der daraus hergestellte Senf. Die meisten Speisesenfe sind Mischungen aus diesen Grundarten.