Was muss man beim korrekten Einbrennen einer Profi-Eisenpfanne beachten?
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Das Einbrennen einer Eisenpfanne (egal ob Schmiedeeisen oder Gusseisen) ist entscheidend, um eine natürliche Antihaft-Beschichtung (Patina) zu erzeugen und die Pfanne vor Rost zu schützen.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man es wie ein Profi macht:
1. Die Vorbereitung: Den Korrosionsschutz entfernen
Neue Pfannen werden ab Werk meist mit einem Wachs- oder Ölfilm überzogen, um Rost während der Lagerung zu verhindern. Dieser muss zwingend runter.
- Reinigung: Waschen Sie die Pfanne mit heißem Wasser, viel Spülmittel und einer harten Bürste oder einem Stahlschwamm gründlich ab.
- Wichtig: Dies ist das einzige Mal, dass die Pfanne mit Spülmittel in Berührung kommen sollte!
- Trocknen: Wischen Sie die Pfanne gründlich trocken und stellen Sie sie kurz auf den Herd bei niedriger Hitze, damit auch die Restfeuchte in den Poren verdampft.
2. Das richtige Öl wählen
Sie benötigen ein Öl mit einem hohen Rauchpunkt.
- Ideal: Raffiniertes Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Erdnussöl.
- Profi-Tipp: Leinöl (das essbare, nicht das aus dem Baumarkt) erzeugt die härteste Patina, ist aber etwas zickiger in der Anwendung (neigt bei zu dicken Schichten zum Abblättern).
- Ungeeignet: Natives Olivenöl, Butter oder Schmalz (verbrennen zu früh und werden klebrig).
3. Die Methoden (Wählen Sie eine aus)
Methode A: Die "Dünne Schicht"-Methode (Empfohlen für ein gleichmäßiges Ergebnis)
- Ölen: Geben Sie einen halben Teelöffel Öl in die warme Pfanne.
- Verreiben: Verreiben Sie das Öl mit einem Küchentuch auf der gesamten Innenseite (und ggf. Außenseite), bis es so aussieht, als wäre kein Öl mehr vorhanden. Die Schicht muss hauchdünn sein!
- Erhitzen: Erhitzen Sie die Pfanne auf dem Herd (oder im Backofen bei ca. 250 °C), bis das Öl anfängt zu rauchen.
- Einbrennen: Lassen Sie sie etwa 5–10 Minuten rauchen, bis die Pfanne aufhört zu glänzen und matt/dunkel wird.
- Wiederholen: Lassen Sie die Pfanne kurz abkühlen und wiederholen Sie den Vorgang 3 bis 5 Mal. Je öfter, desto besser die Patina.
Methode B: Die klassische Kartoffel-Salz-Methode (Rustikal)
- Bedecken Sie den Boden der Pfanne großzügig mit Öl.
- Geben Sie eine Handvoll rohe Kartoffelscheiben oder -schalen und ordentlich Salz (ca. 2-3 Esslöffel) hinzu.
- Braten Sie die Kartoffeln unter Wenden bei hoher Hitze, bis sie fast schwarz und verkohlt sind.
- Das Salz dient als Schleifmittel, die Kartoffelstärke hilft beim Aufbau der ersten Schicht.
- Inhalt entsorgen, Pfanne kurz auswischen – fertig. (Achtung: Erzeugt viel Rauch!).
4. Die wichtigsten Profi-Regeln (Was man beachten muss)
- Weniger ist mehr: Der häufigste Fehler ist zu viel Öl. Wenn das Öl in der Pfanne steht oder wegläuft, wird die Schicht nicht hart, sondern klebrig und harzig. Die Schicht muss mikroskopisch dünn sein.
- Geduld beim Erhitzen: Erhitzen Sie die Pfanne langsam (besonders bei Induktion), damit sich der Boden nicht verzieht.
- Lüften: Schalten Sie den Dunstabzug auf die höchste Stufe oder öffnen Sie alle Fenster. Der Prozess erzeugt zwangsläufig Rauch.
- Die Farbe: Eine gute Pfanne muss nicht sofort pechschwarz sein. Sie wird am Anfang fleckig braun aussehen – das ist völlig normal. Die tiefschwarze Farbe kommt mit der Benutzung.
5. Pflege nach dem Einbrennen
- Nie in die Spülmaschine! Das zerstört die Patina sofort und die Pfanne rostet.
- Kein Spülmittel: Nur mit heißem Wasser und einer Bürste reinigen. Hartnäckige Reste mit Salz und einem Tuch ausreiben.
- Immer Ölen: Nach dem Reinigen und Trocknen die Pfanne ganz leicht mit einem Tropfen Öl einreiben, bevor sie in den Schrank wandert.
Ergebnis: Eine korrekt eingebrannte Pfanne ist besser als jede Teflonpfanne – sie hält bei guter Pflege mehrere Generationen und wird mit jedem Braten besser.