Was kann man tun, wenn man Schwierigkeiten hat, die Augentropfen genau in den Bindehautsack zu treffen?

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Es ist völlig normal, dass das Eintropfen der Augen Überwindung kostet und am Anfang oft daneben geht. Der natürliche Lidschlussreflex macht es zusätzlich schwer.

Hier sind die besten Tipps und Techniken, um die Treffsicherheit zu erhöhen:

1. Die richtige Technik (Der "Taschen-Trick")

Anstatt zu versuchen, den Tropfen direkt auf den Augapfel fallen zu lassen (was unangenehm ist), zielen Sie auf den Bindehautsack:

  • Waschen Sie zuerst gründlich die Hände.
  • Neigen Sie den Kopf weit nach hinten oder legen Sie sich flach hin (im Liegen ist es oft viel einfacher).
  • Ziehen Sie mit dem Zeigefinger der einen Hand das Unterlid vorsichtig nach unten, sodass eine Art kleine „Tasche“ entsteht.
  • Schauen Sie beim Eintropfen nach oben.
  • Lassen Sie den Tropfen in diese Tasche am Unterlid fallen.

2. Die Hand abstützen (Stabilität gewinnen)

Zittern ist die häufigste Ursache für Fehlschüsse.

  • Stützen Sie die Hand, die die Flasche hält, auf Ihrer Stirn oder auf dem Nasenrücken ab.
  • Dadurch halten Sie immer den gleichen Abstand zum Auge und die Flasche bleibt ruhig, auch wenn der Kopf sich leicht bewegt.

3. Der Temperatur-Trick (Feedback spüren)

Oft ist man unsicher: War der Tropfen im Auge oder nur auf dem Lid?

  • Tipp: Lagern Sie die Augentropfen (sofern laut Packungsbeilage erlaubt) im Kühlschrank.
  • Wenn der Tropfen kalt ist, spüren Sie sofort ganz deutlich, ob er die Augenoberfläche getroffen hat oder daneben gegangen ist.

4. Die Methode für "Blinzel-Spezialisten" (Geschlossenes Auge)

Wenn der Reflex, das Auge zuzukneifen, zu stark ist:

  • Legen Sie sich flach hin.
  • Schließen Sie das Auge.
  • Geben Sie einen Tropfen in den inneren Augenwinkel (nahe der Nase).
  • Öffnen Sie dann das Auge und blinzeln Sie. Der Tropfen fließt durch die Schwerkraft und die Kapillarwirkung automatisch ins Auge.

5. Hilfsmittel aus der Apotheke

Es gibt sogenannte Eintropfhilfen (z. B. Autodrop oder Eyereach). Das sind kleine Kunststoffaufsätze für die Flasche:

  • Sie helfen dabei, das Lid offen zu halten.
  • Sie positionieren die Flasche im perfekten Abstand und Winkel über dem Auge.
  • Man kann nicht sehen, wie der Tropfen kommt, was den Lidschlussreflex mindert.

6. Wichtige Sicherheitshinweise

  • Berührungsfrei bleiben: Die Tropferspitze darf niemals das Auge, die Wimpern oder die Haut berühren, da sonst Bakterien in die Flasche gelangen können.
  • Nachbereiten: Drücken Sie nach dem Tropfen für ca. eine Minute mit dem Finger leicht auf den Augeninnenwinkel (den Tränenkanal). Das verhindert, dass das Medikament zu schnell abfließt oder über die Schleimhäute in den Körper gelangt (verringert Nebenwirkungen).

Mein Rat: Üben Sie das Ganze erst einmal mit einer einfachen Kochsalzlösung (aus der Apotheke), falls die echten Tropfen teuer sind oder Nebenwirkungen haben. Wenn man den Dreh einmal raus hat, wird es zur Routine.

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