Was kann man tun, wenn die Malerrolle die Farbe nicht gleichmäßig aufnimmt?
Wenn die Malerrolle die Farbe nicht gleichmäßig aufnimmt, kann das das Streichergebnis ruinieren (Streifenbildung, Flecken). Es gibt jedoch ein paar einfache Tricks und Ursachen, die du prüfen kannst.
Hier sind die besten Tipps, um das Problem zu lösen:
1. Die Rolle vorfeuchten (Der wichtigste Trick)
Eine komplett trockene Rolle (besonders neue Rollen) nimmt Farbe oft nur oberflächlich und ungleichmäßig auf.
- Bei wasserbasierten Farben (Dispersionsfarbe): Feuchte die Rolle vor dem ersten Eintauchen leicht mit Wasser an und wringe sie dann extrem gut aus (am besten in einem sauberen Tuch). Sie sollte nur ganz leicht klamm sein, nicht nass.
- Effekt: Die Fasern öffnen sich und transportieren die Farbe sofort bis in den Kern der Rolle.
2. Die Rolle "entfusseln"
Neue Rollen verlieren oft kleine Härchen oder Produktionsrückstände, die die Faraufnahme stören.
- Lösung: Wickle einmal Malerkrepp um die trockene Rolle und ziehe es wieder ab. So entfernst du lose Fasern. Alternativ kannst du die Rolle einmal kräftig auswaschen und trocknen lassen.
3. Das richtige Abstreifgitter verwenden
Viele tauchen die Rolle nur ein und fangen an zu streichen. Das führt dazu, dass eine Seite der Rolle zu viel Farbe hat und die andere zu wenig.
- Lösung: Nutze unbedingt ein Abstreifgitter oder eine Farbwanne. Tauche die Rolle ein und rolle sie dann mehrmals über das Gitter, bis sie sich gleichmäßig dreht und überall mit Farbe gesättigt ist. Erst wenn die Rolle ein gleichmäßiges Muster auf dem Gitter hinterlässt, ist sie bereit für die Wand.
4. Die Qualität der Rolle prüfen
Billige Schaumstoffrollen oder sehr günstige Baumarkt-Rollen stoßen Farbe oft eher ab, als sie zu speichern.
- Langflor-Rollen (grob): Für raue Wände (Putz). Sie nehmen viel Farbe auf.
- Kurzflor-Rollen (glatt): Für glatte Wände (Gipskarton, Vlies).
- Material: Mikrofaser- oder Polyamid-Rollen gelten als die besten für eine gleichmäßige Aufnahme und Abgabe.
5. Farbe richtig aufrühren
Wenn die Farbe zu dickflüssig ist oder sich Pigmente und Bindemittel abgesetzt haben, kann die Rolle sie nicht optimal aufsaugen.
- Lösung: Rühre die Farbe mit einem Rührstab (oder einem Mixer-Aufsatz für die Bohrmaschine) gründlich auf. Falls die Farbe sehr zäh ist, kann die Zugabe von ca. 5–10 % Wasser helfen, die Konsistenz zu verbessern.
6. Die Rolle ist "gesättigt" oder eingetrocknet
Wenn du eine Pause gemacht hast und die Rolle nicht luftdicht verpackt war, trocknen die Fasern oberflächlich an. Sie nehmen dann keine neue Farbe mehr an.
- Lösung: Rolle gründlich auswaschen oder eine neue verwenden. In Pausen die Rolle immer fest in eine Plastiktüte einwickeln oder komplett in die Farbe eintauchen.
7. Zu wenig Farbe im Eimer
Wenn der Farbstand im Eimer zu niedrig ist, tauchst du die Rolle oft nur einseitig ein.
- Lösung: Fülle die Farbe in eine flache Farbwanne um. So liegt die Rolle plan in der Farbe und kann sich gleichmäßig vollsuugen.
Zusammenfassend: Meistens hilft es, die Rolle leicht anzufeuchten und sie dann geduldig auf dem Abstreifgitter "einzurollen", bis sie rundherum satt mit Farbe gefüllt ist.