Was ist ein Gesichtspeeling und wozu dient es?
Ein Gesichtspeeling (abgeleitet vom englischen Wort to peel, was „schälen“ oder „abschälen“ bedeutet) ist eine kosmetische Behandlung der Gesichtshaut, bei der die oberste Schicht abgestorbener Hautzellen entfernt wird.
Hier ist eine detaillierte Übersicht, was es ist und wozu es dient:
1. Was ist ein Gesichtspeeling?
Unsere Haut erneuert sich etwa alle 28 Tage. Dabei wandern neue Zellen von unten nach oben, verhornen und sterben schließlich an der Oberfläche ab. Ein Peeling hilft dabei, diese losen Hornschüppchen schneller und gründlicher zu entfernen, als es die normale Reinigung könnte.
Man unterscheidet im Wesentlichen drei Arten:
- Mechanische Peelings: Enthalten feine Schleifpartikel (z. B. Zucker, Salz, gemahlene Kerne oder kleine Kunststoffkügelchen), die durch Einmassieren die Schüppchen „abschmirgeln“.
- Chemische Peelings (Säurepeelings): Verwenden Säuren wie AHA (Fruchtsäure), BHA (Salicylsäure) oder PHA, um die Verbindungen zwischen den toten Hautzellen zu lösen.
- Enzympeelings: Nutzen Enzyme (oft aus Früchten wie Ananas oder Papaya), die die Eiweißbausteine der abgestorbenen Zellen spalten. Sie sind besonders sanft, da sie ohne Reibung auskommen.
2. Wozu dient es? (Die Vorteile)
Ein Gesichtspeeling hat mehrere positive Effekte auf das Hautbild:
- Verfeinerung des Hautbildes: Durch das Abtragen der abgestorbenen Schüppchen wirkt die Haut sofort glatter, weicher und ebenmäßiger. Der Teint bekommt einen „Glow“ (Strahlen).
- Reinigung der Poren: Peelings befreien die Poren von Talg und Schmutz. Dies beugt Mitessern und Pickeln vor, da der Talg besser abfließen kann.
- Anregung der Zellerneuerung: Der leichte Reiz des Peelings signalisiert der Haut, schneller neue, frische Zellen zu produzieren. Das kann langfristig den Alterungsprozess optisch mildern.
- Bessere Aufnahme von Wirkstoffen: Nach einem Peeling ist die Haut besonders aufnahmefähig. Seren, Masken und Feuchtigkeitscremes können tiefer eindringen und besser wirken, da sie nicht von einer Hornschicht blockiert werden.
- Durchblutungsförderung: Besonders mechanische Peelings regen durch die Massage die Durchblutung an, was für eine rosige, gesunde Gesichtsfarbe sorgt.
3. Was sollte man beachten?
Obwohl Peelings gut für die Haut sind, ist Vorsicht geboten:
- Häufigkeit: In der Regel reicht 1 bis 2 Mal pro Woche. Zu häufiges Peelen kann die Hautbarriere schädigen und zu Reizungen führen.
- Hauttyp: Sensible Haut profitiert eher von Enzympeelings; fettige oder unreine Haut kommt oft gut mit BHA-Peelings zurecht.
- Sonnenschutz: Da ein Peeling die natürliche Schutzschicht der Haut kurzzeitig dünner macht, ist sie lichtempfindlicher. Nach einem Peeling (besonders bei Säurepeelings) ist ein Lichtschutzfaktor (LSF) am nächsten Tag Pflicht.
- Nicht bei Wunden: Bei Entzündungen, Sonnenbrand oder offenen Stellen sollte man auf Peelings verzichten.
Zusammenfassend ist ein Gesichtspeeling also ein „Frühjahrsputz“ für die Haut, der für ein klares, gesundes und strahlendes Aussehen sorgt.