Wie wendet man ein Gesichtspeeling korrekt an?

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Ein Gesichtspeeling hilft dabei, abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen, die Poren zu reinigen und die Durchblutung anzuregen. Damit es effektiv ist und die Haut nicht reizt, ist die richtige Technik entscheidend.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die korrekte Anwendung eines klassischen mechanischen Peelings (mit Körnchen):

1. Die Vorbereitung: Reinigung

Peelen Sie niemals ein geschminktes Gesicht.

  • Waschen Sie Ihr Gesicht zuerst mit Ihrem gewohnten Reinigungsprodukt (Gel, Schaum oder Milch), um Schmutz, Make-up und überschüssigen Talg zu entfernen.
  • Die Haut sollte für das Peeling noch leicht feucht sein, damit die Reibung nicht zu stark ist.

2. Das Auftragen

  • Nehmen Sie eine etwa haselnussgroße Menge des Peelings auf die Fingerspitzen.
  • Verteilen Sie das Produkt auf Stirn, Nase, Kinn und Wangen.

3. Das Einmassieren (Der wichtigste Teil)

  • Massieren Sie das Peeling mit sanften, kreisenden Bewegungen von der Gesichtsmitte nach außen ein.
  • Wichtig: Üben Sie kaum Druck aus! Die Körnchen im Peeling erledigen die Arbeit, nicht Ihre Kraft.
  • Sparen Sie die Augenpartie und die Lippen unbedingt aus, da die Haut dort viel zu dünn und empfindlich ist.
  • Konzentrieren Sie sich besonders auf die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn), da sich hier meist die meisten Unreinheiten befinden.

4. Abspülen

  • Waschen Sie das Peeling gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Achten Sie darauf, dass keine Rückstände (Körnchen) am Haaransatz oder an den Nasenflügeln zurückbleiben.
  • Tupfen Sie das Gesicht danach mit einem sauberen Handtuch vorsichtig trocken – nicht rubbeln!

5. Die Nachpflege

Nach dem Peeling ist die Haut besonders aufnahmefähig für Wirkstoffe, aber auch etwas schutzlos.

  • Tonisieren: Verwenden Sie ein alkoholfreies Gesichtswasser, um den pH-Wert der Haut zu neutralisieren.
  • Feuchtigkeit: Tragen Sie eine Feuchtigkeitscreme oder ein Serum auf.
  • Sonnenschutz: Wenn Sie das Peeling tagsüber machen, ist UV-Schutz danach Pflicht, da die Haut durch die Abtragung der obersten Schicht lichtempfindlicher ist.

Wichtige Tipps & häufige Fehler

  • Wie oft? Bei normaler bis fettiger Haut reicht 1–2 Mal pro Woche. Bei trockener oder sensibler Haut genügt oft alle zwei Wochen. Zu häufiges Peelen zerstört die Hautschutzbarriere.
  • Nicht bei Entzündungen: Wenn Sie akute, entzündete Pickel oder Sonnenbrand haben, sollten Sie auf ein mechanisches Peeling verzichten. Die Körnchen können Bakterien verteilen (Schmierinfektion) oder die Haut weiter verletzen.
  • Abends peelen: Es ist ideal, das Peeling am Abend zu machen. So kann sich die Haut über Nacht regenerieren und ist nicht sofort Umwelteinflüssen oder Make-up ausgesetzt.
  • Alternative Enzyme: Wenn Sie sehr empfindliche Haut haben, greifen Sie lieber zu einem Enzympeeling. Dieses wird wie eine Maske aufgetragen und wirkt chemisch (ohne Reibung), was deutlich schonender ist.

Zusammenfassend: Sanftheit ist das A und O. Ihre Haut sollte sich nach dem Peeling weich anfühlen und nicht brennen oder stark gerötet sein.