Was ist der Unterschied zwischen Handcreme und herkömmlicher Bodylotion?

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Obwohl beide Produkte dazu dienen, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, gibt es deutliche Unterschiede in ihrer Zusammensetzung und Wirkung. Diese Unterschiede liegen vor allem darin begründet, dass die Haut an den Händen ganz andere Bedürfnisse hat als die Haut am restlichen Körper.

Hier sind die wichtigsten Unterschiede im Detail:

1. Die Beschaffenheit der Haut

  • Hände: Die Haut an den Handrücken ist sehr dünn und hat kaum Fettgewebe. An den Handflächen fehlen Talgdrüsen komplett, weshalb die Hände kaum eigene Fette produzieren können. Zudem sind Hände ständig Umwelteinflüssen (Wasser, Kälte, UV-Strahlung, Desinfektionsmittel) ausgesetzt.
  • Körper: Die Haut am restlichen Körper ist meist dicker, durch Kleidung geschützt und besitzt (außer an den Schienbeinen) mehr Talgdrüsen, die sie geschmeidig halten.

2. Inhaltsstoffe und Fettgehalt (Lipidanteil)

  • Handcreme: Sie ist meist reichhaltiger und hat einen höheren Fettanteil. Sie enthält oft spezielle Schutzstoffe wie Bienenwachs, Silikone oder reichhaltige Öle, die einen Schutzfilm auf der Haut bilden, um den Feuchtigkeitsverlust durch häufiges Händewaschen zu verhindern. Zudem sind oft wundheilungsfördernde Stoffe wie Panthenol oder Allantoin enthalten.
  • Bodylotion: Sie hat einen höheren Wasseranteil (Öl-in-Wasser-Emulsion). Dadurch lässt sie sich leichter auf großen Flächen verteilen und zieht schneller ein. Ihr Hauptziel ist die großflächige Hydratisierung der Haut nach dem Duschen.

3. Konsistenz und Einziehverhalten

  • Handcreme: Sie ist meist dickflüssiger oder fester. Da man die Hände nach dem Eincremen schnell wieder benutzen möchte, sind moderne Handcremes so formuliert, dass sie zwar reichhaltig sind, aber keinen extrem klebrigen Schmierfilm hinterlassen (sogenannte "schnell einziehende" Formeln).
  • Bodylotion: Sie ist dünnflüssiger (lotionartig), um das Eincremen von Beinen und Armen zu erleichtern. Ein dicker Film wäre hier eher unangenehm, da man sich danach meist sofort anzieht.

4. Konzentration der Wirkstoffe

Da die Hände oft stärker beansprucht und strapaziert sind als beispielsweise der Rücken, ist die Konzentration von Wirkstoffen wie Urea (Harnstoff) oder Glycerin in Handcremes oft höher als in einer herkömmlichen Bodylotion.


Kann man Bodylotion für die Hände nehmen (oder umgekehrt)?

  • Bodylotion für die Hände: Das ist im Notfall kein Problem, wird aber bei sehr trockenen oder rissigen Händen oft nicht ausreichen. Die Schutzwirkung gegen Wasser und Seife fehlt meistens, und die Hände fühlen sich schnell wieder trocken an.
  • Handcreme für den Körper: Das funktioniert zwar sehr gut, ist aber unpraktisch und teuer. Da Handcremes in kleineren Tuben verkauft werden und zäher sind, bräuchte man für den ganzen Körper sehr viel Produkt, und das Verteilen würde lange dauern. Zudem könnte die reichhaltige Textur an Stellen wie dem Rücken oder dem Dekolleté bei manchen Menschen Unreinheiten (Pickel) fördern, da sie dort zu schwer ist.

Fazit: Für den Alltag ist eine Trennung sinnvoll: Die Bodylotion für die schnelle Feuchtigkeit nach dem Duschen und die Handcreme als intensiver Schutzschild für die strapazierten Hände.

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