Was ist der technologische Unterschied zwischen einem Ceranfeld und Induktion?

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Obwohl beide Kochfelder von oben fast identisch aussehen (da beide eine Oberfläche aus Glaskeramik nutzen – „Ceran“ ist dabei lediglich ein Markenname der Firma Schott), unterscheiden sie sich grundlegend in der Art und Weise, wie die Wärme erzeugt wird.

Hier ist der technologische Vergleich:

1. Das herkömmliche Ceranfeld (Strahlungskochzone)

Technisch gesehen handelt es sich um ein Widerstandsheizsystem.

  • Funktionsweise: Unter der Glaskeramikplatte liegen elektrische Heizwendeln (Heizspiralen). Fließt Strom hindurch, werden diese heiß und fangen an zu glühen (daher das rote Leuchten).
  • Wärmeübertragung: Die Heizspirale erhitzt zuerst die Glaskeramikplatte durch Infrarotstrahlung. Die Platte gibt die Wärme dann durch Kontakt an den Boden des Topfes weiter.
  • Trägheit: Dieses System ist relativ träge. Es dauert eine Weile, bis die Platte heiß ist, und sie bleibt nach dem Ausschalten noch sehr lange heiß (Restwärme), da die Masse der Glasplatte aufgeheizt wurde.
  • Energieverlust: Da erst die Platte und die Luft zwischen Heizspirale und Glas erwärmt werden müssen, geht mehr Energie ungenutzt verloren.

2. Das Induktionskochfeld

Technisch gesehen handelt es sich um ein elektromagnetisches System.

  • Funktionsweise: Unter der Glaskeramik liegen Kupferspulen. Wenn das Kochfeld eingeschaltet wird, fließt ein hochfrequenter Wechselstrom durch die Spulen, der ein magnetisches Wechselfeld erzeugt.
  • Wärmeübertragung: Das Magnetfeld dringt durch die Glasplatte hindurch in den Boden des Kochgeschirrs. Dort entstehen sogenannte Wirbelströme, die das Metall des Topfbodens direkt erhitzen.
  • Direktheit: Die Glaskeramik selbst wird nicht aktiv beheizt. Sie wird nur indirekt warm, weil der heiße Topf darauf steht.
  • Geschwindigkeit: Da die Wärme direkt im Topf entsteht, reagiert Induktion extrem schnell – vergleichbar mit Gas. Sobald man die Stufe senkt, hört das Kochen fast augenblicklich auf.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Merkmal Ceran (Strahlung) Induktion
Wärmequelle Heizspirale unter dem Glas Magnetfeld (Wärme entsteht im Topf)
Kochgeschirr Fast alles (Hauptsache flacher Boden) Muss magnetisch sein (ferromagnetisch)
Sicherheit Platte wird sehr heiß (Verbrennungsgefahr) Platte bleibt vergleichsweise kühl
Reaktionszeit Langsam (heizt nach) Extrem schnell (wie Gas)
Reinigung Eingebranntes schwer zu entfernen Nichts brennt ein (da Platte kühler)
Effizienz Mittel Hoch (ca. 20-30% sparsamer)
Preis Günstiger in der Anschaffung Teurer in der Anschaffung

Warum braucht man für Induktion spezielle Töpfe?

Da das Prinzip auf Magnetismus beruht, muss der Boden des Topfes magnetisch sein. Ein Topf aus reinem Aluminium, Kupfer oder Glas würde auf einem Induktionsfeld kalt bleiben, da das Magnetfeld dort keine Wirbelströme erzeugen kann. Ob Ihre alten Töpfe funktionieren, können Sie einfach mit einem Kühlschrankmagneten testen: Bleibt er am Topfboden haften, ist der Topf induktionsgeeignet.

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