Was gibt die Körnungszahl auf der Rückseite von Schleifpapier an?
Die Körnungszahl auf der Rückseite von Schleifpapier gibt an, wie grob oder fein die Beschichtung des Papiers ist.
Hier sind die wichtigsten Details dazu:
1. Die Grundregel
- Kleine Zahl = Grobe Körnung: Die einzelnen Schleifkörner sind groß. Das Papier trägt viel Material ab, hinterlässt aber eine raue Oberfläche (z. B. 40er oder 60er Körnung).
- Große Zahl = Feine Körnung: Die Schleifkörner sind sehr klein. Das Papier trägt wenig Material ab und dient zum Glätten der Oberfläche oder für den Zwischenschliff (z. B. 240er oder 400er Körnung).
2. Was die Zahl technisch bedeutet
Die Zahl leitet sich von der Maßeinheit Maschen pro Zoll (Mesh) ab. Sie gibt an, durch welches Sieb die Schleifkörner bei der Herstellung gerade noch hindurchgepasst haben:
- Eine 80er Körnung bedeutet, dass die Körner durch ein Sieb passen, das 80 Maschen pro Zoll (ca. 25,4 mm) hat.
- Je mehr Maschen auf einen Zoll passen, desto kleiner müssen die Löcher (und damit die Körner) sein.
3. Das "P" vor der Zahl
Häufig steht ein „P“ vor der Zahl (z. B. P120). Dies steht für den europäischen Standard der FEPA (Federation of European Producers of Abrasives). Es garantiert eine bestimmte Normung der Korngrößen.
4. Kategorien in der Übersicht
- Grob (Korn 6 bis 30): Zum Entfernen alter Farb- und Lackschichten.
- Mittel (Korn 36 bis 80): Für den ersten Schliff von sägerauem Holz oder zum Ebnen von Flächen.
- Fein (Korn 100 bis 180): Für den Endschliff von Holzoberflächen vor dem Lackieren oder Ölen.
- Sehr fein (Korn 220 bis 1000 und höher): Für den Zwischenschliff bei Lacken oder zum Polieren.
Profi-Tipp für die Anwendung: Man arbeitet sich beim Schleifen immer von der groben zur feinen Körnung vor. Dabei sollte man keine Körnung überspringen, die mehr als eine Stufe über der vorherigen liegt (z. B. erst 80, dann 120, dann 180). Nur so entfernt man die Kratzer des jeweils gröberen Durchgangs effektiv.