Was genau versteht man unter einer Drohne?

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Unter einer Drohne versteht man im weitesten Sinne ein unbemanntes Fahrzeug, das ohne eine an Bord befindliche Besatzung auskommt. Es wird entweder von einem Piloten am Boden ferngesteuert oder fliegt/fährt/taucht autonom mithilfe von Computern und Sensoren.

Obwohl der Begriff heute meistens für Fluggeräte verwendet wird, gibt es Drohnen für die Luft, das Wasser und das Land.

Hier sind die wichtigsten Details zur Definition und Einteilung:

1. Fachbegriffe

In der Fachsprache werden meist präzisere Begriffe verwendet:

  • UAV (Unmanned Aerial Vehicle): Das eigentliche unbemannte Luftfahrzeug.
  • UAS (Unmanned Aircraft System): Das gesamte System, bestehend aus dem Fluggerät, der Steuereinheit am Boden und der Funkverbindung dazwischen.
  • RPAS (Remotely Piloted Aircraft System): Ein System, das explizit von einem Menschen ferngesteuert wird (Abgrenzung zur vollautonomen KI-Drohne).

2. Arten von Drohnen nach Einsatzgebiet

Man unterscheidet heute hauptsächlich drei große Bereiche:

  • Zivile Nutzung (Hobby & Freizeit): Meist kleine Multicopter (z. B. Quadrocopter mit vier Propellern), die für Fotografie, Videoaufnahmen oder einfach zum Spaß geflogen werden.
  • Gewerbliche/Industrielle Nutzung:
    • Landwirtschaft: Analyse von Feldern oder Ausbringen von Dünger.
    • Logistik: Paketlieferungen (noch in der Testphase).
    • Inspektion: Überprüfung von Stromleitungen, Brücken oder Windkraftanlagen.
    • Rettungswesen: Suche nach Vermissten mit Wärmebildkameras oder Lieferung von Defibrillatoren.
  • Militärische Nutzung: Hier fing die Geschichte der Drohnen an. Sie werden zur Aufklärung (Spionage) oder als bewaffnete Kampfdrohnen eingesetzt.

3. Wie wird eine Drohne gesteuert?

Es gibt drei Stufen der Steuerung:

  1. Manuell/Ferngesteuert: Ein Pilot steuert jede Bewegung über eine Funkfernbedienung, oft unterstützt durch ein Live-Videosignal (FPV – First Person View).
  2. Teilautonom: Die Drohne hält selbstständig die Höhe oder Position (per GPS), führt aber Befehle des Piloten aus. Sie kann oft automatisch zum Startpunkt zurückkehren („Return to Home“).
  3. Vollautonom: Die Drohne fliegt eine vorprogrammierte Route ab oder trifft Entscheidungen mithilfe von Sensoren und künstlicher Intelligenz komplett selbstständig.

4. Woher kommt der Name?

Der Begriff „Drohne“ stammt ursprünglich aus der Biologie und bezeichnet die männliche Biene. In den 1930er Jahren entwickelte die britische Navy ein unbemanntes Zielflugzeug für Schießübungen namens „DH.82B Queen Bee“. Als Hommage an diese „Bienenkönigin“ begannen die US-Amerikaner, ihre eigenen ferngesteuerten Übungsziele „Drones“ zu nennen. Zudem erinnerte das monotone Summen der Motoren an das Geräusch von männlichen Bienen.

5. Rechtliche Einordnung

Da Drohnen den Luftraum nutzen, unterliegen sie strengen Regeln. In der EU (und vielen anderen Ländern) benötigt man je nach Gewicht der Drohne:

  • Eine Registrierung des Betreibers.
  • Einen „Drohnenführerschein“ (Kompetenznachweis).
  • Eine spezielle Haftpflichtversicherung.

Zusammenfassend: Eine Drohne ist ein Roboter-Fahrzeug (meist fliegend), das Aufgaben übernimmt, die für Menschen zu gefährlich, zu mühsam oder aus einer bestimmten Perspektive (Luftbild) besser zu erledigen sind.