Was bedeutet die Bezeichnung „ruch“ in diesem Zusammenhang?
Da du den spezifischen Text oder Zusammenhang nicht mitgeliefert hast, kann die Bezeichnung „ruch“ (oder der Wortstamm) je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben.
Hier sind die häufigsten Möglichkeiten im deutschen Sprachraum:
1. Im Sinne von „Ruf“ oder „Leumund“ (am wahrscheinlichsten)
In der Redewendung „in den Ruch kommen, etwas zu sein“ bedeutet „Ruch“ so viel wie Ruf oder Ansehen – meistens jedoch in einem negativen Sinne (ein Beigeschmack von etwas Schlechtem).
- Beispiel: „Er kam in den Ruch, ein Betrüger zu sein.“
- Bedeutung: Er geriet in den Verdacht oder bekam den (schlechten) Ruf, ein Betrüger zu sein.
2. Als veraltete Form für „Geruch“
Etymologisch ist „Ruch“ eng mit dem Wort „Geruch“ verwandt. In älteren Texten oder Dialekten wurde es synonym verwendet.
- Bedeutung: Ein wahrnehmbarer Duft oder Gestank. Auch hier schwingt oft die Metapher mit: Etwas „stinkt“ (ist verdächtig).
3. Im Zusammenhang mit „ruchlos“
Das Adjektiv ruchlos leitet sich davon ab.
- Bedeutung: Jemand, der ohne „Ruch“ (im Sinne von Reue oder Rücksicht auf die Ehre) handelt. Heute bedeutet es: gewissenlos, grausam, schändlich oder gottlos.
4. Polnischer Kontext („Ruch“)
Falls der Kontext einen Bezug zu Polen hat (z. B. Sport, Politik oder Nachrichten):
- Bedeutung: Das polnische Wort ruch bedeutet schlicht „Bewegung“.
- Beispiele:
- Ruch Chorzów: Ein bekannter polnischer Fußballverein.
- Ruch: Ein bekannter polnischer Pressevertrieb (Kioskkette).
- In der Politik: Eine Bürgerbewegung.
5. Schweizerdeutsch / Dialekt
In manchen Schweizer Dialekten kann „ruch“ auch grob, rau oder uneben bedeuten (ähnlich dem hochdeutschen „rau“).
- Beispiel: Eine „ruche“ Oberfläche oder eine „ruche“ Person (jemand mit einer groben Art).
Welcher Zusammenhang liegt bei dir vor? Wenn du mir den Satz oder das Thema nennst, kann ich dir die exakte Bedeutung sagen.