Warum wird Basmati-Reis oft als „Duftreis“ bezeichnet?
Basmati-Reis wird als „Duftreis“ bezeichnet, weil er im Vergleich zu herkömmlichen Reissorten ein besonders intensives, eigenwilliges Aroma besitzt.
Hier sind die drei Hauptgründe für diese Bezeichnung:
1. Die Etymologie (Wortherkunft)
Der Name „Basmati“ stammt aus dem Sanskrit (einer altindischen Sprache). Das Wort „Vasumati“ setzt sich zusammen aus „vas“ (Duft/Aroma) und „mati“ (voll von/besitzend). Wörtlich übersetzt bedeutet Basmati also schlichtweg „der Duftende“ oder „die Königin der Düfte“.
2. Der chemische Wirkstoff (2-Acetyl-1-pyrrolin)
Das charakteristische Aroma von Basmati-Reis ist wissenschaftlich erklärbar. Er enthält eine natürliche chemische Verbindung namens 2-Acetyl-1-pyrrolin.
- Dieser Stoff kommt in Basmati-Reis in einer etwa 12-mal höheren Konzentration vor als in gewöhnlichem Reis.
- Interessanterweise ist dies derselbe Stoff, der auch für den Duft von frisch gebackenem Weißbrot oder Popcorn verantwortlich ist. Deshalb riecht Basmati beim Kochen oft leicht nussig oder röstig.
3. Die Veredelung durch Lagerung
Im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmitteln wird Basmati-Reis durch Lagerung besser. Hochwertiger Basmati wird oft ein bis zwei Jahre gelagert, bevor er in den Verkauf kommt. Während dieser Zeit verliert das Korn Feuchtigkeit, wodurch sich die Aromen konzentrieren und der typische Duft noch intensiver wird. Zudem sorgt die Lagerung dafür, dass der Reis beim Kochen nicht verklebt.
Kleiner Unterschied zum Jasmin-Reis
Es gibt auch anderen „Duftreis“, wie zum Beispiel den thailändischen Jasmin-Reis. Während Jasmin-Reis eher blumig und süßlich duftet und eine leicht klebrige Konsistenz hat, zeichnet sich Basmati durch ein eher erdiges, nussiges Aroma und sehr lange, locker fallende Körner aus.