Warum werden die Haare durch die Nutzung von Haaröl oft strähnig oder fettig?

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Dass Haare nach der Verwendung von Haaröl strähnig oder fettig wirken, liegt meist nicht am Öl selbst, sondern an der Art der Anwendung oder der Wahl des falschen Produkts.

Hier sind die Hauptgründe, warum das passiert:

1. Zu viel Produkt (Die Menge)

Dies ist der häufigste Fehler. Haaröl ist hochkonzentriert. Viele Nutzer verwenden mehrere Pumpstöße, obwohl oft schon ein einziger Tropfen (bei feinem Haar) oder zwei Tropfen (bei dickem Haar) ausreichen.

  • Die Folge: Das Haar kann die Menge nicht aufnehmen, das überschüssige Öl legt sich als schwerer Film um die Haarfaser und lässt sie zusammenkleben.

2. Anwendung am Haaransatz

Die Kopfhaut produziert bereits natürliches Fett (Talg). Wenn man Haaröl in der Nähe des Ansatzes aufträgt, verbindet es sich mit dem körpereigenen Fett.

  • Die goldene Regel: Haaröl gehört nur in die Längen und Spitzen (etwa ab Ohrhöhe abwärts). Der Ansatz sollte niemals mit Öl in Berührung kommen.

3. Falsches Öl für den Haartyp

Nicht jedes Öl ist für jedes Haar geeignet. Man unterscheidet zwischen „trocknenden“ und „nicht-trocknenden“ Ölen:

  • Schwere Öle (z. B. Kokosöl, Olivenöl, Rizinusöl): Diese haben große Moleküle. Sie dringen kaum ins Haar ein, sondern versiegeln es von außen. Bei feinem Haar führen sie sofort zu einem fettigen Look.
  • Leichte Öle (z. B. Arganöl, Jojobaöl, Mandelöl): Diese ziehen schneller ein und sind besser für normales bis feines Haar geeignet.
  • Silikonhaltige Öle: Viele Drogerie-Haaröle bestehen zum Großteil aus Silikonen. Diese machen das Haar zwar sofort weich, können sich aber bei zu häufiger Anwendung schichtweise ablagern (Build-up-Effekt) und das Haar strähnig machen.

4. Anwendung auf trockenem vs. feuchtem Haar

  • Auf trockenem Haar: Das Öl dient meist nur als Finish für Glanz. Da es hier nicht so tief eindringen kann, bleibt es auf der Oberfläche liegen. Wer hier zu viel nimmt, sieht sofort „fettig“ aus.
  • Auf feuchtem Haar: Das Öl kann die Feuchtigkeit im Haar einschließen und wird beim Trocknen besser verteilt. Viele Menschen erzielen ein besseres, luftigeres Ergebnis, wenn sie das Öl ins handtuchtrockene Haar geben.

5. Fehlende Verteilung in den Händen

Wenn man das Öl direkt aus der Flasche auf das Haar gibt, entstehen Ölflecken an einer Stelle.

  • Richtig: Das Öl erst zwischen den Handflächen verreiben, bis sie warm sind und nur noch ein dünner Film auf den Händen ist. Dann erst durch die Haare fahren („Scissor-Methode“ oder Einkämmen mit den Fingern).

Tipps, um fettige Strähnen zu vermeiden:

  1. Weniger ist mehr: Starten Sie mit einer winzigen Menge. Nachnehmen kann man immer noch.
  2. Haartyp bestimmen: Nutzen Sie bei feinem Haar eher Sprüh-Öle oder sehr leichte Formulierungen.
  3. Trockenshampoo-Trick: Wenn es doch mal zu viel war, hilft oft ein wenig Trockenshampoo auf den betroffenen Strähnen, um das überschüssige Öl aufzusaugen, ohne dass man die Haare direkt waschen muss.
  4. Nur in die Spitzen: Konzentrieren Sie sich wirklich nur auf die untersten 5–10 Zentimeter Ihrer Haare.
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