Warum verursacht manche Nachtcreme Unreinheiten oder Pickel?

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Es ist frustrierend, wenn man seiner Haut mit einer reichhaltigen Nachtpflege etwas Gutes tun möchte und am nächsten Morgen mit Unreinheiten aufwacht. Dass eine Nachtcreme Pickel verursacht, kann verschiedene Ursachen haben.

Hier sind die häufigsten Gründe:

1. Komedogene Inhaltsstoffe (Porenverstopfung)

Viele Nachtcremes sind reichhaltiger formuliert als Tagescremes. Sie enthalten oft Öle, Fette oder Wachse, die als komedogen bezeichnet werden. Das bedeutet, sie neigen dazu, die Poren zu verstopfen.

  • Typische Übeltäter: Kokosöl, Kakaobutter, Lanolin (Wollwachs) oder bestimmte Silikone und Mineralöle in hoher Konzentration.
  • Folge: Der Talg kann nicht mehr abfließen, es bilden sich Mitesser und daraus schließlich Entzündungen (Pickel).

2. Zu reichhaltig für den Hauttyp

Nachtcremes sind oft für trockene oder reife Haut konzipiert. Wenn Sie jedoch Mischhaut oder fettige Haut haben, ist die Textur oft zu schwer.

  • Der Okklusionseffekt: Die Creme bildet einen Film auf der Haut, der zwar Feuchtigkeit einschließt, aber bei fettiger Haut auch Bakterien und überschüssigen Talg „einsperrt“. Dies ist ein idealer Nährboden für Akne-Bakterien.

3. „Skin Purging“ (Erstverschlimmerung)

Enthält Ihre Nachtcreme Wirkstoffe wie Retinol (Vitamin A) oder Säuren (AHA, BHA)? Diese beschleunigen die Zellerneuerung.

  • Was passiert: Unreinheiten, die ohnehin tief unter der Haut schlummerten, werden schneller an die Oberfläche befördert.
  • Unterschied: Wirkliches „Purging“ tritt nur an Stellen auf, wo man normalerweise Pickel hat, und sollte nach 4 bis 6 Wochen abklingen. Eine Unverträglichkeit verursacht Pickel an völlig neuen Stellen.

4. Duft- und Konservierungsstoffe

Nachtcremes sind oft stärker parfümiert. Duftstoffe oder bestimmte Konservierungsmittel können die Hautbarriere reizen. Eine gereizte Haut reagiert oft mit Mikro-Entzündungen, die sich als kleine rote Pickelchen äußern können.

5. Mangelnde Hygiene beim Tiegel

Im Gegensatz zu Spendern (Pumpsprays) greift man bei Tiegeln oft mit den Fingern hinein.

  • Das Problem: Selbst wenn die Hände gewaschen sind, gelangen Bakterien in die Creme. Im feuchtwarmen Badezimmerklima vermehren sich diese im Tiegel und landen beim nächsten Mal direkt auf Ihrem Gesicht.

6. Schweißstau unter der Creme

Nachtcremes sind oft sehr fetthaltig (Wasser-in-Öl-Emulsionen). Wenn man nachts schwitzt, kann der Schweiß unter der Fettschicht nicht verdunsten. Diese Mischung aus Schweiß und Fett kann die Poren extrem reizen (ähnlich wie bei der „Mallorca-Akne“).


Was können Sie tun?

  1. Hauttyp prüfen: Wenn Sie zu Unreinheiten neigen, wählen Sie lieber ein leichtes Nacht-Fluid oder ein Gel auf Wasserbasis statt einer schweren Creme.
  2. Auf „Nicht-komedogen“ achten: Achten Sie auf diesen Aufdruck auf der Verpackung.
  3. Wirkstoffe checken: Wenn Retinol enthalten ist, gewöhnen Sie die Haut langsam daran (nur 2x pro Woche starten).
  4. Hygiene: Nutzen Sie einen sauberen Spatel für Produkte im Tiegel oder steigen Sie auf Pumpspender um.
  5. Weniger ist mehr: Manchmal reicht ein Serum unter der Nachtpflege aus, und die Creme kann dünner aufgetragen oder ganz weggelassen werden.

Tipp: Wenn die Pickel jucken oder flächendeckend auftreten, handelt es sich meist um eine allergische Reaktion oder Reizung. In diesem Fall sollten Sie das Produkt sofort absetzen.