Wie vermeidet man Rasurbrand oder Pickel in der Bikinizone beim Epilieren?

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Das Epilieren der Bikinizone ist effektiv, da die Haare samt Wurzel entfernt werden, aber die Haut dort ist extrem empfindlich. Um Reizungen, rote Punkte (Rasurbrand) und eingewachsene Haare (Pickel) zu vermeiden, ist eine Kombination aus Vorbereitung, Technik und Nachsorge entscheidend.

Hier ist ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden:

1. Die Vorbereitung (24 Stunden vorher bis direkt davor)

  • Peeling ist das A und O: Benutze 24 Stunden vor dem Epilieren ein sanftes Peeling (Luffahandschuh, Zuckerpeeling oder ein chemisches Peeling mit Salicylsäure). Das entfernt abgestorbene Hautschuppen und befreit eingewachsene Haare.
  • Die richtige Haarlänge: Die Haare sollten weder zu lang noch zu kurz sein (ideal sind 3–5 mm). Wenn sie zu lang sind, ziept es mehr und die Haare können abbrechen statt ausgezupft zu werden. Gegebenenfalls vorher trimmen.
  • Warmes Wasser: Dusche oder bade vorher warm. Das öffnet die Poren und macht die Haarfollikel weicher, was die Schmerzen lindert und Irritationen reduziert.
  • Haut fettfrei machen: Die Haut muss sauber und völlig fettfrei sein, damit der Epilierer die Haare gut greifen kann.

2. Während des Epilierens

  • Haut straffen: Das ist der wichtigste Tipp für die Bikinizone! Ziehe die Haut mit einer Hand straff. Das verhindert, dass die Haut in die Pinzetten gerät und sorgt dafür, dass die Haare sauberer entfernt werden.
  • Gegen die Wuchsrichtung: Führe den Epilierer langsam und ohne Druck gegen die Haarwuchsrichtung.
  • Nass oder Trocken? Viele empfinden das Epilieren unter Wasser (mit einem wasserfichten Gerät) als deutlich schmerzfreier und hautschonender. Wenn du trocken epilierst, achte darauf, dass die Haut wirklich trocken ist (eventuell etwas Babypuder auftragen, um Feuchtigkeit zu binden).
  • Immer im 90-Grad-Winkel: Halte das Gerät senkrecht zur Hautoberfläche.

3. Die Nachbehandlung (Direkt danach)

  • Kühlen: Spüle die Stelle sofort nach dem Epilieren mit kaltem Wasser ab, um die Poren zu schließen, oder benutze ein Kühlpad (in ein Tuch gewickelt).
  • Desinfizieren & Beruhigen:
    • Aloe Vera Gel: Wirkt kühlend und entzündungshemmend.
    • Thermalwasser-Spray: Beruhigt die Haut sofort.
    • Panthenol-Salbe (z.B. Bepanthen): Hilft bei der Regeneration.
    • Kein Alkohol: Benutze keine parfümierten Bodylotions oder Produkte mit hohem Alkoholgehalt, da diese die offenen Kanäle reizen.
  • Babypuder: Wenn du zu Schweißbildung neigst, hilft etwas Babypuder, die Stelle trocken zu halten und Reibung zu verhindern.

4. Langfristige Tipps gegen Pickelchen

  • Lockere Kleidung: Trage nach dem Epilieren (am besten über Nacht) keine engen Jeans oder synthetische Unterwäsche. Lockere Baumwollunterwäsche verhindert Reibung und lässt die Haut atmen.
  • Regelmäßiges Peelen: Fange ca. 2 Tage nach der Epilation wieder an, die Haut regelmäßig (2–3 Mal pro Woche) sanft zu peelen, damit nachwachsende Haare die Hautbarriere leichter durchbrechen können.
  • Hygiene des Geräts: Reinige den Epilierkopf nach jeder Anwendung gründlich mit dem Bürstchen und desinfiziere ihn mit Alkohol-Spray, um Bakterienbildung zu vermeiden.

Wann solltest du vorsichtig sein?

Wenn du sehr starke Entzündungen oder Abszesse bekommst, könnte deine Haut für die Epilation in der Bikinizone zu empfindlich sein. In diesem Fall sind Methoden wie IPL (Lichtbehandlung) oder das Trimmen oft die bessere, hautschonendere Alternative.

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