Warum tritt Wasser aus dem Gehäuse des Durchlauferhitzers aus?

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Wenn Wasser aus dem Gehäuse eines Durchlauferhitzers austritt, ist das ein ernstes Problem, da hier Wasser und Elektrizität auf engem Raum aufeinandertreffen.

⚠️ Wichtiger Sicherheitshinweis zuerst:

  1. Strom abschalten: Gehen Sie sofort zum Sicherungskasten und schalten Sie die entsprechenden Sicherungen für den Durchlauferhitzer aus.
  2. Wasser abdrehen: Schließen Sie das Absperrventil direkt am Gerät oder den Haupthahn der Wohnung, um weitere Schäden zu verhindern.
  3. Nicht das Gehäuse öffnen, solange das Gerät noch unter Strom steht!

Hier sind die häufigsten Ursachen für einen Wasseraustritt:

1. Defekte oder verkalkte Dichtungen

Dies ist die häufigste Ursache. Im Inneren des Geräts gibt es zahlreiche Verbindungsstellen (O-Ringe, Flachdichtungen). Mit der Zeit werden diese spröde, hart oder durch Kalkeinlagerungen undicht.

  • Symptom: Es tropft stetig aus einer Nahtstelle des Gehäuses.

2. Undichtigkeit am Heizblock (Flansch)

Der Heizblock ist das Herzstück des Geräts. An der Stelle, wo die Heizstäbe in den Wasserkanal führen, sitzt oft eine große Flanschdichtung. Wenn diese durch Alterung oder extrem hohe Kalkbelastung nachgibt, tritt Wasser aus.

  • Symptom: Oft tritt das Wasser erst aus, wenn das Gerät aufheizt (Druckerhöhung).

3. Haarrisse im Kunststoff (Materialermüdung)

Die Wasserwege in modernen Durchlauferhitzern bestehen oft aus speziellem Kunststoff. Durch ständige Temperaturwechsel (kalt/heiß) und hohen Leitungsdruck kann das Material nach vielen Jahren ermüden und feine Haarrisse bekommen.

  • Symptom: Ein feiner Sprühnebel oder langsames Sickern im Inneren.

4. Frostschäden

Falls der Durchlauferhitzer in einem frostgefährdeten Raum (z. B. Gartenhaus, unbeheizter Keller) montiert ist, kann gefrierendes Wasser die internen Leitungen oder den Wärmeübertrager sprengen.

  • Symptom: Meist massiver Wasseraustritt direkt nach dem ersten Frost oder beim Wiederaufdrehen.

5. Zu hoher Leitungsdruck

Wenn der Druck in der Wasserleitung zu hoch ist (z. B. durch ein defektes Druckminderventil im Haus), können interne Bauteile des Durchlauferhitzers beschädigt werden.

6. Korrosion (bei älteren Geräten)

Ältere Modelle mit Kupferbauteilen können durch Lochfraß (Korrosion) undicht werden, besonders wenn das Wasser eine bestimmte chemische Zusammensetzung hat.


Was sollten Sie jetzt tun?

  • Fachhandwerker rufen: Ein Durchlauferhitzer arbeitet meist mit 400 Volt Starkstrom. Reparaturen am Innenleben dürfen nur von einem autorisierten Fachbetrieb (Sanitär/Heizung oder Elektriker) durchgeführt werden.
  • Reparatur vs. Austausch:
    • Bei einer einfachen defekten Dichtung lohnt sich die Reparatur meistens.
    • Ist der Heizblock gerissen oder das Gerät älter als 10–15 Jahre, ist ein kompletter Austausch meist wirtschaftlicher und sicherer, da Ersatzteile oft teuer sind und weitere Defekte folgen könnten.

Hinweis: Wenn Sie Mieter sind, informieren Sie umgehend Ihren Vermieter oder die Hausverwaltung. Die Kosten für die Reparatur oder den Austausch eines defekten Durchlauferhitzers trägt in der Regel der Vermieter (sofern keine mutwillige Beschädigung vorliegt).