Warum stören regionale Radiosender den Empfang des FM-Transmitters während einer längeren Autofahrt?

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Das Problem bei FM-Transmittern auf längeren Autofahrten liegt in der Art und Weise, wie das UKW-Frequenzband (UKW steht für Ultrakurzwelle, englisch FM) organisiert ist.

Hier sind die Hauptgründe für die Störungen:

1. Doppelbelegung von Frequenzen

Ein FM-Transmitter ist im Grunde ein kleiner Minisender. Er sendet auf einer von dir gewählten Frequenz (z. B. 88,0 MHz). Da das UKW-Band begrenzt ist (87,5 bis 108,0 MHz), sind die meisten Frequenzen bereits an große Rundfunkanstalten vergeben. Wenn du in das Sendegebiet eines regionalen Senders einfährst, der dieselbe oder eine sehr nahegelegene Frequenz nutzt, kommt es zum „Kampf“ um das Signal.

2. Die enorme Leistungsdifferenz

Dies ist der entscheidende Punkt:

  • Dein FM-Transmitter hat eine extrem geringe Sendeleistung (gesetzlich streng begrenzt auf 50 Nanowatt), damit er nicht den Funkverkehr anderer stört. Er reicht meist nur zwei bis drei Meter weit.
  • Radiosender strahlen mit mehreren Kilowatt (manchmal bis zu 100.000 Watt) von riesigen Sendemasten aus.

Sobald das Signal des Profi-Senders auch nur ansatzweise in die Nähe deines Autos kommt, „überstrahlt“ es deinen kleinen Transmitter mühelos. Dein Autoradio empfängt dann beide Signale gleichzeitig, was zu Rauschen, Knacken oder dem Durchhören des Radiosenders führt.

3. Geografische Frequenzplanung

In Deutschland (und Europa) werden Frequenzen geografisch versetzt mehrfach genutzt. Ein Sender, der in Hamburg auf 90,0 MHz sendet, stört einen Sender in Frankfurt auf der gleichen Frequenz nicht. Wenn du aber von Hamburg nach Frankfurt fährst, wirst du unterwegs immer wieder Gebiete durchqueren, in denen die von dir gewählte „freie“ Frequenz plötzlich von einem lokalen Anbieter belegt ist.

4. Das Problem der „Nachbarkanal-Störung“

Sogar wenn eine Frequenz nicht exakt belegt ist, können sehr starke Sender auf den Nachbarfrequenzen (z. B. 0,1 oder 0,2 MHz daneben) deinen Transmitter stören. Da die Sendeleistung des großen Turms so massiv ist, „schwappt“ das Signal technisch gesehen in die benachbarten Frequenzbereiche über.


Tipps für eine bessere Verbindung:

  1. Randbereiche nutzen: Suche dir Frequenzen am ganz unteren (nahe 87,5 MHz) oder ganz oberen Ende (nahe 108,0 MHz) des Spektrums. Diese sind oft für kleine Community-Sender oder Veranstaltungsfunk reserviert und seltener flächendeckend belegt.
  2. Antenne entfernen (wenn möglich): Bei älteren Autos kann man die Stabantenne abschrauben. Dadurch empfängt das Radio das starke Signal von außen schlechter, während der Transmitter (der direkt im Innenraum sitzt) weiterhin empfangen wird.
  3. Frequenzsuche während der Fahrt: Bei langen Fahrten wirst du leider nicht umhinkommen, die Frequenz am Transmitter und am Radio gelegentlich manuell zu wechseln.
  4. Alternative: Wenn dein Auto einen AUX-Eingang hat, ist ein Bluetooth-zu-AUX-Adapter qualitativ deutlich überlegen und völlig störungsfrei.

Zusammenfassend: Die Störungen entstehen, weil du mit einem „Flüstern“ (dein Transmitter) gegen ein „Megafon“ (der Radiosender) ankämpfst, sobald du in dessen Reichweite kommst.

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