Warum schleudert die Waschmaschine die Wäsche nicht mehr richtig trocken?
Wenn die Waschmaschine nicht mehr richtig schleudert und die Wäsche klatschnass herauskommt, kann das viele Ursachen haben – von einfachen Bedienfehlern bis hin zu technischen Defekten.
Hier sind die häufigsten Gründe, sortiert von „leicht selbst zu beheben“ bis „Fall für den Techniker“:
1. Das Flusensieb ist verstopft
Dies ist die häufigste Ursache. Wenn das Wasser nicht schnell genug abgepumpt werden kann, verweigert die Maschine aus Sicherheitsgründen den Hochlauf in den Schleudergang.
- Lösung: Öffne die kleine Klappe unten an der Vorderseite, lass das Restwasser vorsichtig ab (Schüssel bereithalten!) und reinige das Flusensieb gründlich.
2. Unwuchtkontrolle (Falsche Beladung)
Moderne Waschmaschinen haben Sensoren, die eine „Unwucht“ erkennen. Wenn die Wäsche sehr ungleichmäßig verteilt ist (z. B. nur eine schwere Jeans oder eine große Decke), bricht die Maschine den Schleudergang ab, um Schäden am Lager zu verhindern.
- Lösung: Wäsche auflockern, ein paar kleinere Teile hinzufügen oder schwere Teile einzeln schleudern.
3. Falsches Programm gewählt
Manche Programme (z. B. „Feinwäsche“, „Wolle“ oder „Seide“) schleudern absichtlich mit sehr niedriger Drehzahl oder gar nicht, um die Fasern zu schonen.
- Lösung: Prüfe, ob du versehentlich ein Schongang-Programm oder die Option „Spülstopp“ (Wasser bleibt in der Trommel) gewählt hast.
4. Der Ablaufschlauch ist geknickt oder verstopft
Wenn das Wasser nicht abfließen kann, schleudert die Maschine nicht.
- Lösung: Überprüfe den Schlauch auf der Rückseite auf Knicke. Kontrolliere auch den Siphon (den Anschluss am Abflussrohr), ob dort eine Verstopfung vorliegt.
5. Zu viel Waschmittel (Schaumbildung)
Wenn du zu viel Waschmittel verwendest, entsteht extrem viel Schaum. Die Sensoren der Maschine denken dann, es befinde sich noch zu viel Wasser in der Trommel, und reduzieren die Schleuderdrehzahl.
- Lösung: Weniger Waschmittel nutzen oder einen zusätzlichen Spülgang starten.
Technische Defekte (Hier wird es komplizierter)
6. Abgenutzte Motorkohlen
Bei älteren Waschmaschinen schleifen Kohlestifte am Motor. Wenn diese abgenutzt sind, hat der Motor nicht mehr genug Kraft, um die Trommel unter Last auf hohe Drehzahlen zu bringen.
- Anzeichen: Die Trommel dreht sich beim Waschen noch langsam, schafft aber den schnellen Schleudergang nicht mehr.
- Lösung: Die Kohlebürsten müssen von einem Fachmann (oder versierten Heimwerker) ausgetauscht werden.
7. Defekte Laugenpumpe
Wenn die Pumpe zwar brummt, aber kein Wasser mehr fördert (z. B. weil ein Fremdkörper das Flügelrad blockiert oder der Motor der Pumpe defekt ist), bleibt das Wasser drin.
- Lösung: Prüfen, ob Fremdkörper in der Pumpe stecken (hinter dem Flusensieb). Wenn nicht, muss die Pumpe eventuell getauscht werden.
8. Ausgeleierter Keilriemen
Wenn der Riemen, der den Motor mit der Trommel verbindet, locker ist oder rutscht, reicht die Kraftübertragung für das schnelle Schleudern nicht aus.
- Lösung: Riemen prüfen und ggf. nachspannen oder ersetzen.
9. Stoßdämpfer defekt
Wenn die Stoßdämpfer alt sind, schwingt die Trommel zu stark. Die Unwuchterkennung registriert das sofort und bricht das Schleudern ab.
- Anzeichen: Die Maschine schlägt beim Anschleudern laut gegen das Gehäuse.
Was du jetzt tun solltest:
- Check zuerst das Flusensieb.
- Schau nach, ob der Ablaufschlauch frei ist.
- Versuche, die nasse Wäsche noch einmal mit dem Programm „Schleudern“ (einzeln, ohne Waschmittel) zu starten.
Wenn die Maschine leer schleudert, aber mit Wäsche nicht, liegt es meist an der Unwucht oder den Motorkohlen. Wenn sie gar nicht mehr abpumpt, ist es die Pumpe.