Warum glühen Streichhölzer nach dem Auspusten nicht weiter?

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Dass Streichhölzer nach dem Auspusten nicht weiterglühen, ist kein Zufall der Natur, sondern ein gewollter chemischer Sicherheitseffekt.

Hier ist die Erklärung:

1. Die Imprägnierung

Bei der Herstellung werden die Holzstäbchen (meist aus Espenholz) mit einer speziellen Lösung getränkt, meistens mit Ammoniumphosphat oder einer Mischung aus Ammoniumsalzen. Dieser Vorgang wird Imprägnieren genannt.

2. Was passiert beim Auspusten?

Normalerweise würde Holz, das einmal gebrannt hat, weiterglühen. Die verbleibende Holzkohle reagiert dabei langsam mit dem Sauerstoff der Luft (Oxidation), was Hitze erzeugt und das Holz weiter verzehrt.

Das Imprägnierungsmittel verhindert genau das:

  • Sobald die Flamme erlischt (die Gasverbrennung stoppt), sorgt das Ammoniumphosphat dafür, dass der verbleibende Kohlenstoff nicht weiter mit Sauerstoff reagieren kann.
  • Es bildet sich eine Art Schutzschicht um die Holzfasern, die den Sauerstoff abschirmt.
  • Zudem entzieht die chemische Reaktion des Salzes der Umgebung Wärme, wodurch die Temperatur unter den Punkt sinkt, an dem das Holz glühen könnte.

3. Warum macht man das?

Dies ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme:

  • Brandschutz: Wenn man ein Streichholz auspustet und in den Mülleimer wirft, darf es nicht mehr glühen. Ein weiterglühendes Holzstäbchen könnte den Müll entzünden und einen Hausbrand verursachen.
  • Sauberkeit: Durch das sofortige Stoppen der Glut bleibt das Stäbchen stabil und zerfällt nicht zu feiner Asche, die auf die Kleidung oder den Boden fallen könnte.

Übrigens: Wenn du ein normales dünnes Holzstöckchen aus dem Garten nimmst und es anzündest und auspustest, wirst du feststellen, dass es noch lange rot glüht und raucht – eben weil ihm diese chemische Behandlung fehlt.