Muss man TK-Erbsen vor der Zubereitung auftauen oder direkt gefroren verwenden?

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In den meisten Fällen ist es besser, TK-Erbsen direkt gefroren zu verwenden. Hier sind die Details, warum das so ist und wann es Ausnahmen gibt:

1. Kochen, Dünsten und Braten (Standardfall)

Wenn du die Erbsen in Suppen, Eintöpfen, Saucen, Pasta-Gerichten oder Pfannengerichten verwendest, gib sie unaufgetaut direkt dazu.

  • Vorteil: Sie behalten ihre leuchtend grüne Farbe und ihren „Biss“. Wenn man sie vorher auftaut, werden sie oft matschig und verlieren an Geschmack.
  • Garzeit: Gefrorene Erbsen brauchen nur etwa 2 bis 3 Minuten, um gar zu werden. Gib sie deshalb erst ganz am Ende der Kochzeit in den Topf.

2. Salate (z. B. Nudelsalat oder Reissalat)

Auch für kalte Gerichte solltest du sie nicht einfach nur bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

  • Bessere Methode: Gib die gefrorenen Erbsen kurz (ca. 1–2 Minuten) in kochendes Wasser und schrecke sie danach sofort mit eiskaltem Wasser ab (Blanchieren).
  • Warum? Das fixiert die grüne Farbe und sorgt dafür, dass sie knackig bleiben. Nur aufgetaute Erbsen wirken oft etwas schrumpelig und mehlig.

3. Pürees oder Dips (z. B. Hummus oder Erbsencreme)

Hier ist es egal, ob sie vorher auftauen oder gefroren in den Topf kommen, da sie ohnehin zerkleinert werden. Aber auch hier spart man Zeit, wenn man sie einfach direkt im Kochwasser oder in der Brühe erhitzt.


Warum sollte man sie nicht langsam auftauen?

  1. Vitaminverlust: Vitamine (besonders Vitamin C) sind hitze- und lichtempfindlich. Je schneller der Garprozess geht, desto mehr bleibt erhalten.
  2. Konsistenz: Die Zellstruktur von Erbsen leidet, wenn sie langsam auftauen. Sie verlieren Wasser und werden weich.
  3. Hygiene: Wie bei allen Tiefkühlprodukten ist die Keimbildung geringer, wenn die Kühlkette direkt in den Kochprozess übergeht.

Fazit: Spare dir die Zeit und den Aufwand! Wirf die Erbsen einfach direkt aus dem Gefrierbeutel in das Gericht, kurz bevor es fertig ist.