Können Rückstände von Schaumbädern den Abfluss der Wanne verstopfen?
Ja, Rückstände von Schaumbädern können den Abfluss verstopfen, allerdings meistens nicht allein, sondern im Zusammenspiel mit anderen Faktoren.
Hier ist eine Erklärung, wie es dazu kommt und was man dagegen tun kann:
1. Der „Kleber“-Effekt
Schaumbäder enthalten Tenside, Öle und Duftstoffe. Diese Substanzen bilden einen klebrigen Film an den Innenwänden der Rohre. An diesem Film bleiben andere Dinge hängen, die normalerweise einfach durchgespült würden:
- Haare: Dies ist die Hauptursache. Haare verfangen sich im klebrigen Seifenfilm und bilden mit der Zeit ein Netz.
- Hautschuppen: Diese setzen sich in den Zwischenräumen ab.
- Fasern: Fusseln von Handtüchern oder Badematten.
2. Kalkseife (Die harte Schicht)
In Regionen mit hartem (kalkhaltigem) Wasser passiert eine chemische Reaktion: Die Seifenstoffe verbinden sich mit dem Kalk im Wasser zu sogenannter Kalkseife. Diese ist nicht mehr wasserlöslich und bildet mit der Zeit harte, weißlich-graue Ablagerungen im Rohr, die den Durchmesser immer weiter verengen.
3. Ölhaltige Badezusätze
Besonders problematisch sind Rückfettende Bäder oder Badeöle. Wenn das warme Badewasser abfließt und im Rohr abkühlt, wird das enthaltene Öl oder Fett wieder fest. Es wirkt dann wie eine Art „Zement“, der Haare und Schmutz fest im Rohr verankert.
Wie man Verstopfungen vorbeugt:
- Heiß nachspülen: Lassen Sie nach dem Baden kurz heißes Wasser nachlaufen. Das hilft, Öle und Seifenreste zu verflüssigen und weiter in die Kanalisation zu spülen, bevor sie im Siphon abkühlen und festwerden.
- Abflusssieb benutzen: Ein einfaches Haarsieb aus Edelstahl oder Silikon ist die effektivste Maßnahme. Es fängt Haare ab, bevor sie mit den Schaumbadrückständen verkleben können.
- Regelmäßige Reinigung mit Hausmitteln:
- Geben Sie alle paar Wochen 2-3 Esslöffel Natron (oder Backpulver) in den Abfluss und gießen Sie eine halbe Tasse Essig hinterher.
- Lassen Sie es 15 Minuten sprudeln und spülen Sie mit reichlich heißem Wasser nach. Dies löst leichte Fett- und Seifenbeläge.
- Weniger ist mehr: Oft wird mehr Schaumbad verwendet als nötig. Eine geringere Dosierung schont nicht nur die Umwelt und die Haut, sondern auch die Rohre.
Fazit: Der Schaum selbst ist meist harmlos, aber die klebrigen Rückstände bilden die Basis für Verstopfungen durch Haare und Kalk. Wer ein Haarsieb nutzt und regelmäßig heiß nachspült, hat in der Regel keine Probleme.