Kann man eine Puddingbrezel einfrieren und wieder aufbacken, ohne die Konsistenz der Creme zu ruinieren?

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Ja, das ist möglich, aber es gibt ein paar wichtige Dinge zu beachten, damit der Blätterteig (oder Hefeteig) knusprig bleibt und der Pudding nicht wässrig oder gummiartig wird.

Hier ist die beste Vorgehensweise:

1. Das Einfrieren

  • Frische zählt: Friere die Puddingbrezel so frisch wie möglich ein. Sobald sie abgekühlt ist, sollte sie direkt in den Froster.
  • Luftdicht verpacken: Nutze Gefrierbeutel und drücke so viel Luft wie möglich heraus, um Gefrierbrand zu vermeiden. Leg die Brezel flach hinein, damit die Creme nicht zerdrückt wird.

2. Das Aufbacken (Der entscheidende Schritt)

Der größte Fehler wäre, die Brezel einfach bei Zimmertemperatur auftauen zu lassen. Dadurch zieht die Feuchtigkeit aus dem Pudding in den Teig, und alles wird matschig.

  • Nicht komplett auftauen: Nimm die Brezel aus dem Gefrierfach und lass sie nur ca. 15–20 Minuten leicht antauen (sie sollte im Kern noch kalt/fest sein).
  • Der Ofen: Heize den Backofen auf 150–160 °C (Umluft) vor. Eine zu hohe Temperatur lässt den Zuckerguss (falls vorhanden) verbrennen, bevor der Pudding warm ist.
  • Dauer: Backe die Brezel für ca. 5–8 Minuten auf.
  • Der Trick für die Creme: Durch das kurze, heiße Aufbacken wird die Feuchtigkeit, die sich beim Einfrieren im Pudding als Eiskristalle gebildet hat, schnell gebunden bzw. verdampft, anstatt den Teig aufzuweichen.

3. Was passiert mit der Konsistenz?

  • Der Teig: Wird fast wie frisch vom Bäcker – schön knusprig.
  • Die Creme: Industriell hergestellter Pudding (wie ihn Bäcker verwenden) ist meist "backfest". Er behält seine Struktur sehr gut bei. Er kann nach dem Aufbacken minimal fester sein als im Originalzustand, bleibt aber cremig.
  • Der Guss: Falls die Brezel eine Zuckerglasur hat, wird diese beim Aufbacken etwas flüssig und zieht leicht in den Teig ein. Das schmeckt meistens trotzdem gut, die Optik leidet nur ein wenig.

Was du vermeiden solltest:

  • Mikrowelle: Benutze auf keinen Fall die Mikrowelle! Der Teig wird zäh wie Gummi und der Pudding kann ungleichmäßig heiß werden und "explodieren" oder seine Struktur komplett verlieren.
  • Zu langes Lagern: Verzehre die eingefrorene Brezel innerhalb von 1–2 Monaten. Je länger sie lagert, desto mehr leidet die Konsistenz des Puddings.

Fazit: Wenn du sie kurz im Ofen aufbackst, schmeckt eine eingefrorene Puddingbrezel zu etwa 90 % so gut wie frisch gekauft!