Kann Fußcreme rissige Fersen (Schrunden) lindern?
Ja, Fußcreme kann rissige Fersen (Schrunden) sehr effektiv lindern und sogar heilen. Sie ist das wichtigste Mittel zur Selbstbehandlung, sofern die Risse nicht bereits entzündet sind oder bluten.
Damit eine Fußcreme jedoch wirklich gegen Schrunden hilft, kommt es auf die richtigen Inhaltsstoffe und die Anwendung an.
Hier ist ein Überblick, worauf du achten solltest:
1. Die wichtigsten Inhaltsstoffe
Gegen rissige Fersen helfen vor allem zwei Wirkprinzipien: Feuchtigkeit binden und Hornhaut aufweichen.
- Urea (Harnstoff): Dies ist der Goldstandard. Urea bindet Feuchtigkeit in der Haut.
- Tipp: Bei leichten Rissen reichen 10 % Urea. Bei starken Schrunden sollte die Creme 25 % Urea enthalten, da dies die Hornhaut zusätzlich aufweicht.
- Salicylsäure: Sie hilft dabei, die abgestorbenen, harten Hautschichten (Hornhaut) sanft abzulösen.
- Panthenol und Allantoin: Diese Stoffe wirken beruhigend und fördern die Wundheilung der kleinen Risse.
- Fette & Öle (z. B. Shea Butter, Lanolin): Sie bilden einen Schutzfilm, der verhindert, dass die Feuchtigkeit wieder verdunstet, und machen die Haut geschmeidig.
2. So wendest du die Creme richtig an
Nur einmaliges Eincremen hilft bei Schrunden meist nicht. Das beste Vorgehen ist:
- Fußbad: Bade deine Füße für ca. 10–15 Minuten in warmem Wasser (eventuell mit etwas Öl oder Meersalz), um die Hornhaut aufzuweichen.
- Sanfte Hornhautentfernung: Entferne überschüssige Hornhaut vorsichtig mit einem Bimsstein. Vermeide scharfe Hobel oder Raspeln, da diese die Risse verschlimmern können.
- Dick eincremen: Trage die Schrundensalbe oder Fußcreme großzügig auf.
- Die „Socken-Kur“: Creme die Füße vor dem Schlafengehen dick ein und ziehe Baumwollsocken darüber. So kann die Creme über Nacht tief einziehen und wirkt wie eine Maske.
3. Warum entstehen Schrunden überhaupt?
Schrunden entstehen meist durch eine Kombination aus extrem trockener Haut und Druckbelastung. Wenn die Haut an den Fersen so trocken und hart ist, dass sie bei Belastung (beim Gehen) nicht mehr nachgeben kann, reißt sie ein.
Wann reicht eine Creme nicht mehr aus?
In folgenden Fällen solltest du vorsichtig sein oder einen Arzt bzw. einen professionellen Fußpfleger (Podologen) aufsuchen:
- Tiefe Wunden: Wenn die Risse bluten oder nässen.
- Infektionszeichen: Wenn die Stelle pocht, stark gerötet ist oder anschwillt.
- Diabetes: Diabetiker sollten Schrunden immer professionell behandeln lassen, da das Schmerzempfinden reduziert sein kann und Wunden schlechter heilen.
Fazit: Eine spezielle Schrundensalbe mit hohem Urea-Anteil ist das effektivste Mittel, um rissige Fersen wieder glatt und schmerzfrei zu bekommen. Geduld und tägliche Anwendung sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.