Kann die regelmäßige Anwendung von Haarwachs zu verstopften Poren und Pickeln am Haaransatz führen?

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Ja, das ist absolut möglich. In der Dermatologie gibt es dafür sogar einen eigenen Begriff: „Pomadenakne“ (oder Hair-Styling-Akne).

Hier ist erklärt, warum das passiert und wie du es verhindern kannst:

Warum verursacht Haarwachs Pickel?

  1. Komedogene Inhaltsstoffe: Viele Haarwachse basieren auf Inhaltsstoffen wie Mineralölen (Paraffinum Liquidum), Vaseline (Petrolatum), Lanonlin oder Kokosöl. Diese Stoffe sind „komedogen“, das heißt, sie neigen dazu, die Poren zu verstopfen.
  2. Okklusion (Versiegelung): Wachs bildet einen wasserabweisenden Film auf der Haut. Wenn das Produkt vom Haar auf die Stirn oder den Nacken gelangt, kann der natürliche Talg nicht mehr abfließen. Schweiß und Bakterien werden unter der Wachsschicht eingeschlossen, was zu Entzündungen führt.
  3. Mechanische Reizung: Wenn Haare, die dick mit Wachs bestrichen sind, ständig die Stirn berühren (z. B. bei einem Pony oder nach vorne gestylten Haaren), wird das Produkt kontinuierlich in die Poren eingerieben.

Typische Symptome der Pomadenakne

  • Kleine, feste Mitesser oder rote Pickelchen direkt entlang des Haaransatzes.
  • Häufiges Auftreten an der Stirn oder den Schläfen.
  • Die Hautunreinheiten verbessern sich meist sofort, wenn das Produkt abgesetzt wird.

5 Tipps, um Pickel durch Haarwachs zu vermeiden

  1. Abstand zur Kopfhaut: Trage das Wachs nur in den Haarspitzen und Längen auf. Vermeide es, das Produkt direkt auf die Kopfhaut oder den Haaransatz zu massieren.
  2. Gesicht nach dem Styling reinigen: Style zuerst deine Haare und wasche dir erst danach das Gesicht (besonders am Haaransatz). So entfernst du Rückstände, die während des Stylings auf die Haut gelangt sind.
  3. Abends Haare waschen oder ausbürsten: Wenn du zu Unreinheiten neigst, solltest du das Wachs vor dem Schlafengehen auswaschen. Andernfalls verteilt sich das Wachs nachts auf deinem Kopfkissen und gelangt so direkt in dein Gesicht.
  4. Kopfkissenbezug häufig wechseln: Rückstände von Stylingprodukten sammeln sich auf dem Kissen an. Wechsle den Bezug mindestens einmal pro Woche.
  5. Produktwahl überdenken:
    • Suche nach wasserbasierten Produkten. Diese lassen sich leichter auswaschen und sind oft weniger fettend.
    • Vermeide Produkte mit Silikonen oder schweren Mineralölen an erster Stelle der Inhaltsstoffliste.
    • Probiere leichtere Alternativen wie Styling-Puder oder matte Pasten auf Wasserbasis.

Fazit: Wenn du regelmäßig Pickel am Haaransatz bemerkst, ist dein Haarwachs sehr wahrscheinlich der Auslöser. Eine gründliche Reinigung und ein vorsichtigeres Auftragen können das Problem meist schnell lösen.

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