Ist die Bananenpflanze botanisch gesehen ein Baum oder ein Kraut?
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Botanisch gesehen ist die Bananenpflanze kein Baum, sondern ein Kraut (genauer gesagt eine Staude).
Obwohl sie oft „Bananenbaum“ genannt wird und eine stattliche Höhe von mehreren Metern erreichen kann, gibt es klare botanische Gründe für diese Einordnung:
- Kein Holz: Bananenpflanzen bilden kein echtes Holz und keine Rinde. Ein Baum zeichnet sich durch ein sogenanntes „sekundäres Dickenwachstum“ aus, bei dem der Stamm durch Holzbildung immer dicker wird. Bananen haben das nicht.
- Der Scheinstamm: Das, was wir als Stamm wahrnehmen, ist in Wirklichkeit ein Scheinstamm (Pseudostamm). Er besteht aus eng ineinandergreifenden, massiven Blattscheiden. Wenn man eine Bananenpflanze durchschneiden würde, sähe man keine Jahresringe, sondern nur dicht gepackte Blattschichten.
- Die Staude: Da die Pflanze nicht verholzt und der oberirdische Teil nach der Fruchtbildung meist abstirbt (während die Pflanze aus dem unterirdischen Wurzelstock, dem Rhizom, neu austreibt), entspricht sie der Definition einer Staude bzw. eines Krauts.
Interessanter Fakt: Die Banane gilt oft als das größte Kraut der Welt. Da sie aber keine stabilisierende Holzstruktur hat, besteht sie zu etwa 90 % aus Wasser.