In welcher Form kommt Zink natürlicherweise in der Erdkruste vor?
Bearbeiten
Löschen
Zink kommt in der Erdkruste niemals in elementarer Form (also als reines Metall) vor, da es zu reaktionsfreudig ist. Stattdessen findet man es ausschließlich in gebundener Form in verschiedenen Mineralien und Erzen.
Hier sind die wichtigsten natürlichen Vorkommen:
1. Sulfidische Erze (Die wichtigste Quelle)
Der Großteil des weltweit geförderten Zinks stammt aus sulfidischen Lagerstätten.
- Zinkblende (Sphalerit): Dies ist das mit Abstand wichtigste Zinkerz. Chemisch gesehen ist es Zinksulfid (ZnS). Es tritt oft zusammen mit Bleiglanz (Bleisulfid) auf.
- Wurtzit: Eine seltenere Modifikation von Zinksulfid.
2. Oxidische und Carbonatische Erze (Sekundärerze)
Diese entstehen oft durch Verwitterung von Zinksulfid-Lagerstätten:
- Zinkspat (Smithsonit): Chemisch Zinkcarbonat (ZnCO₃). Es war historisch unter dem Namen „Galmei“ bekannt.
- Kieselzinkerz (Hemimorphit): Ein wasserhaltiges Zinksilikat.
- Willemit: Ein wasserfreies Zinksilikat.
- Rotzinkerz (Zinkit): Zinkoxid (ZnO), kommt eher selten in abbauwürdigen Mengen vor.
3. Geologische Verteilung
- Häufigkeit: Zink ist das 24. häufigste Element in der Erdkruste (mit einem Anteil von etwa 0,007 %).
- Begleitmetalle: Zink kommt in der Natur fast immer vergesellschaftet mit anderen Metallen vor, insbesondere mit Blei, aber auch mit Kupfer, Silber, Cadmium und Indium.
Zusammenfassend: Wenn man in der Natur nach Zink sucht, findet man es meistens als dunkel glänzendes Mineral (Zinkblende) in Gesteinsschichten, oft tief unter der Erde oder in hydrothermalen Gängen.