Fallen bei der Nutzung von Guthabenkarten zusätzliche Gebühren an?

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Ob bei der Nutzung von Guthabenkarten zusätzliche Gebühren anfallen, hängt stark von der Art der Karte ab. Man muss hier zwischen klassischen Geschenkkarten und aufladbaren Prepaid-Zahlungskarten unterscheiden.

Hier ist eine Übersicht der gängigsten Szenarien:

1. Klassische Geschenkkarten (Amazon, Netflix, App Store, H&M etc.)

Hier fallen in der Regel keine zusätzlichen Gebühren an.

  • Kauf: Wenn du eine Karte für 25 € kaufst, zahlst du 25 € und erhältst exakt 25 € Guthaben.
  • Einlösung: Das Einlösen des Codes ist kostenlos.
  • Ausnahme: Manchmal gibt es Gültigkeitsdauern (meist 3 Jahre ab Ende des Kaufjahres), nach denen das Guthaben verfällt, aber laufende Gebühren gibt es nicht.

2. Prepaid-Kreditkarten (Visa, Mastercard – z. B. Joker-Card, WestStein)

Hier fallen fast immer Gebühren an. Diese Karten fungieren als vollwertiges Zahlungsmittel und die Anbieter lassen sich den Service bezahlen.

  • Aktivierungsgebühr: Beim Kauf an der Tankstelle oder im Supermarkt zahlst du oft eine einmalige Gebühr (z. B. kostet eine 50-€-Karte dann 54,95 €).
  • Monatsgebühren: Manche Karten ziehen monatlich einen kleinen Betrag vom Guthaben ab (Kontoführungsgebühr).
  • Transaktionsgebühren: In manchen Fällen kostet jede Zahlung einen kleinen Prozentsatz oder einen Fixbetrag.
  • Fremdwährungsgebühr: Wenn du in einer anderen Währung als Euro bezahlst (z. B. in US-Dollar), fallen oft 1–2 % Gebühren an.

3. Paysafecard

Die Paysafecard ist ein Sonderfall für Online-Zahlungen:

  • Kauf: In der Regel zahlst du nur den Nennwert.
  • Bereitstellungsgebühr: Wenn du das Guthaben nicht innerhalb von 30 Tagen (bei PINs ohne Konto) bzw. 12 Monaten (bei einem „myPaysafecard“-Konto) aufbrauchst, wird eine monatliche Servicegebühr vom Restguthaben abgezogen (meist 3 €).
  • Umrechnungsgebühr: Bei Zahlungen in Fremdwährungen fallen Gebühren an.

4. Mobilfunk-Guthaben (Prepaid-SIM)

  • Kauf: Keine Zusatzgebühren. 15 € Guthaben kosten 15 €.
  • Nutzung: Es fallen nur die Kosten gemäß deinem Tarif an.
  • Inaktivität: Manche Anbieter kündigen die Karte nach einer gewissen Zeit der Nichtnutzung, zahlen das Restguthaben aber auf Antrag aus.

5. Gaming-Karten (Steam, PlayStation, Xbox, Roblox)

  • Kauf & Einlösung: Keine zusätzlichen Gebühren.
  • Währungsumrechnung: Wenn du eine deutsche Karte kaufst, kannst du sie meist nur in einem deutschen Account nutzen. Ein Umtausch in andere Währungen ist oft gar nicht möglich oder mit Verlusten verbunden.

Worauf solltest du achten? (Checkliste)

  1. Das Kleingedruckte auf der Rückseite: Dort steht meistens, ob eine Aktivierungs- oder Servicegebühr anfällt.
  2. Gültigkeit: Prüfe, wie lange das Guthaben verfügbar ist.
  3. Einsatzzweck: Prepaid-Kreditkarten aus dem Supermarkt sind oft teurer als "echte" Prepaid-Kreditkarten von Online-Banken (wie Revolut oder bunq).

Fazit: Bei normalen Laden-Geschenkkarten (H&M, Amazon etc.) entstehen dir keine Zusatzkosten. Bei Karten, die wie Bargeld oder Kreditkarten funktionieren (Paysafecard, Visa/Mastercard-Guthaben), solltest du mit Aktivierungs- oder monatlichen Gebühren rechnen.

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