Darf man zubereiteten Rahmspinat ein zweites Mal aufwärmen?

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Ja, man darf Rahmspinat (und Spinat im Allgemeinen) ein zweites Mal aufwärmen. Die alte Regel, dass man das auf keinen Fall tun sollte, stammt aus einer Zeit, als es noch keine Kühlschränke gab.

Es gibt jedoch wichtige Regeln, die man beachten muss, damit es gesundheitlich unbedenklich bleibt:

1. Schnell abkühlen

Lassen Sie den übrig gebliebenen Spinat nicht stundenlang bei Zimmertemperatur stehen. Sobald er abgekühlt ist, muss er sofort in den Kühlschrank.

  • Warum? Spinat enthält viel Nitrat. Bei Wärme wandeln Bakterien dieses Nitrat in Nitrit um. Nitrit kann in größeren Mengen gesundheitsschädlich sein (es behindert den Sauerstofftransport im Blut). Kälte stoppt oder verlangsamt diesen Prozess.

2. Nur kurz lagern

Bewahren Sie den gekochten Spinat nicht länger als einen Tag im Kühlschrank auf.

3. Richtig erhitzen

Wenn Sie den Spinat aufwärmen, tun Sie dies kurz und bei hoher Temperatur (mindestens 70 Grad). Ein kurzes „Lauwarm-Machen“ reicht nicht aus, um eventuell entstandene Keime abzutöten.

4. Nur einmal aufwärmen

Wärmen Sie Spinat nicht mehrfach auf. Was nach dem zweiten Erhitzen übrig bleibt, sollte entsorgt werden.


Wichtige Ausnahme: Säuglinge und Kleinkinder

Für Babys und sehr kleine Kinder gilt die Entwarnung nicht:

  • Säuglinge sollten keinen aufgewärmten Spinat essen. Ihr Körper reagiert viel empfindlicher auf Nitrit, was zu ernsthaften Problemen beim Sauerstofftransport im Blut führen kann („Blausucht“).
  • Für Babys sollte Spinat immer frisch zubereitet oder aus speziellen Gläschen (die streng kontrolliert sind) verwendet werden.

Zusammenfassend: Für Erwachsene ist das Aufwärmen von Rahmspinat bei richtiger Lagerung im Kühlschrank völlig harmlos.