An welchen äußeren Merkmalen erkennt man einen Holzbohrer im Vergleich zu einem Stein- oder Metallbohrer?

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Um einen Holzbohrer von einem Metall- oder Steinbohrer zu unterscheiden, gibt es sehr eindeutige optische Merkmale, vor allem an der Spitze des Bohrers.

Hier ist eine Übersicht, wie du sie erkennst:

1. Der Holzbohrer (Der "Spitze")

Das markanteste Merkmal ist die Geometrie der Spitze, die speziell dafür gemacht ist, Holzfasern zu durchtrennen, ohne dass der Bohrer verläuft.

  • Zentrierspitze: In der Mitte der Bohrerspitze befindet sich eine kleine, scharfe Spitze. Diese dient dazu, den Bohrer exakt anzusetzen, damit er beim Anbohren nicht wegrutscht.
  • Vorschneider: Am äußeren Rand der Schneiden befinden sich zwei hochstehende, scharfe Spitzen (die Vorschneider). Sie schneiden die Holzfasern am Rand des Loches sauber ab, bevor die Hauptschneide das Material heraushebt. Dadurch entstehen saubere Lochränder ohne Ausfransungen.
  • Material: Meist aus Chrom-Vanadium-Stahl (CV).

2. Der Metallbohrer (Der "Kegelförmige")

Metallbohrer (oft als HSS-Bohrer bezeichnet) haben eine eher schlichte, kegelförmige Spitze.

  • Kegelmantelschliff: Die Spitze läuft gleichmäßig spitz zu (meist in einem Winkel von 118 oder 135 Grad). Es gibt keine hervorstehende Zentrierspitze.
  • Zwei scharfe Schneiden: Die beiden Schneiden treffen sich in der Mitte an einer kurzen Querschneide.
  • Durchgehend gleicher Durchmesser: Der Bohrer ist von der Spitze bis zum Schaft meist gleichmäßig dick (im Gegensatz zum Steinbohrer).
  • Farbe: Oft blank/silbern (HSS), goldfarben (Titannitrid-Beschichtung) oder dunkelgrau/bronzefarben (Kobalt-Legierung).

3. Der Steinbohrer (Der "Meißelnde")

Steinbohrer müssen nicht schneiden, sondern das Material (Beton, Stein, Ziegel) zertrümmern bzw. zermahlen.

  • Hartmetallplatte: An der Spitze ist eine deutlich erkennbare Platte aus Hartmetall eingelötet. Diese ist stumpfer als bei den anderen Bohrern und wirkt wie ein kleiner Meißel.
  • Flügelform: Die Spitze ist oft etwas breiter als der Rest des Bohrerschafts, damit der Bohrer im Loch nicht festklemmt.
  • Keine scharfen Flanken: Wenn man mit dem Finger über die Spirale (die Wendel) streicht, merkt man, dass diese nicht scharf geschliffen ist, da sie nur zum Abtransport des Bohrmehls dient.
  • Schaft: Bei Bohrern für Bohrhämmer sieht man am Ende oft spezielle Nuten (SDS-Plus System), während Holz- und Metallbohrer meist einen glatten Rundschaft haben.

Zusammenfassung auf einen Blick:

Merkmal Holzbohrer Metallbohrer Steinbohrer
Spitze Lange, dünne Zentrierspitze Kegelförmig zulaufend Eingesetzte Hartmetallplatte
Ränder Scharfe Vorschneider (Spitzen außen) Zwei durchgehende Schneiden Stumpf, flügelartig
Wirkung Schneidet Fasern Schält Späne Zertrümmert Stein
Optik Meist blanker Stahl Blank, Schwarz oder Gold Oft matt-grau oder sandgestrahlt

Profi-Tipp: Wenn du eine Zentrierspitze siehst, ist es immer ein Holzbohrer. Wenn die Spitze aussieht wie ein kleiner Hammerkopf, ist es ein Steinbohrer. Ist die Spitze einfach nur ein kegelförmiger Schliff, ist es ein Metallbohrer.