Wie viele Herzen hat ein Oktopus wirklich?

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  1. Einführung
  2. Die drei Herzen des Oktopus
  3. Kiemenherzen
  4. Systemherz
  5. Besonderheit des Blutes
  6. Zusammenfassung

Einführung

Der Oktopus, ein faszinierendes Meeresgetier, das zur Klasse der Kopffüßer gehört, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den meisten anderen Tieren. Eine besonders interessante Eigenschaft ist die Anzahl seiner Herzen. Während die meisten Wirbeltiere, einschließlich Menschen, nur ein Herz besitzen, hat der Oktopus tatsächlich mehrere Herzen, was für seine besondere Lebensweise eine wichtige Rolle spielt.

Die drei Herzen des Oktopus

Ein Oktopus verfügt über insgesamt drei Herzen. Diese sind funktional unterschiedlich und spielen jeweils eine spezifische Rolle im Kreislaufsystem des Tieres. Zwei dieser Herzen werden als Kiemenherzen (branchiale Herzen) bezeichnet, während das dritte als systemisches Herz bekannt ist.

Kiemenherzen

Die zwei Kiemenherzen sind dafür zuständig, das Blut durch die Kiemen des Oktopus zu pumpen. In den Kiemen wird das Blut mit Sauerstoff angereichert, ähnlich wie bei anderen Tieren die Lungen diese Aufgabe übernehmen. Diese Herzen befinden sich nahe den Kiemen und sorgen für eine kontinuierliche Sauerstoffzufuhr.

Systemherz

Das systemische Herz hingegen pumpt das sauerstoffreiche Blut vom Herzen aus durch den restlichen Körper des Oktopus. Dieses Herz arbeitet also, um das sauerstoffversorgte Blut zu den Organen und Muskeln weiterzuleiten, damit der Oktopus aktiv und beweglich bleiben kann.

Besonderheit des Blutes

Interessanterweise ist das Blut eines Oktopus nicht wie beim Menschen auf Hämoglobin zur Sauerstoffbindung angewiesen, sondern auf ein anderes Molekül namens Hämocyanin. Dieses enthält Kupfer, was dem Blut eine bläuliche Farbe verleiht. Das Hämocyanin ist besonders effizient in kaltem und sauerstoffarmem Wasser, was dem Oktopus in seiner natürlichen Umgebung zugutekommt.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Oktopus tatsächlich drei Herzen hat – zwei Kiemenherzen, die das Blut zur Sauerstoffaufnahme durch die Kiemen pumpen, und ein systemisches Herz, das für die Versorgung des Körpers mit sauerstoffreichem Blut verantwortlich ist. Diese spezielle Herzkombination ermöglicht es dem Oktopus, effektiv in seiner aquatischen Umgebung zu leben und dabei eine hohe Aktivität aufrechtzuerhalten.

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