Zwei WLAN-Router per Kabel verbinden: Die ultimative Anleitung

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du zwei WLAN-Router per Ethernet-Kabel verbindest, um dein Heimnetzwerk zu erweitern.

Es gibt zwei Hauptgründe, warum man einen zweiten Router anschließt:

  1. Reichweitenerhöhung: Um das WLAN in entlegene Zimmer zu bringen.
  2. Mehr Anschlüsse: Um mehr kabelgebundene Geräte (PC, Konsole) anzuschließen.

In dieser Anleitung konzentrieren wir uns auf die gängigste Methode: die Konfiguration des zweiten Routers als Access Point (LAN-zu-LAN). Dadurch bleiben alle Geräte im selben Netzwerk.


Was du benötigst:

  • Zwei Router (Hauptrouter und Zweitrouter).
  • Ein Ethernet-Kabel (CAT5e oder höher) in der benötigten Länge.
  • Einen PC oder Laptop zur Konfiguration.

Schritt 1: Den Hauptrouter (Router A) vorbereiten

Der Hauptrouter ist derjenige, der direkt mit dem Internet (Modem/Dose) verbunden ist. An ihm musst du normalerweise nichts ändern. Merke dir jedoch seine IP-Adresse (meistens 192.168.1.1 oder 192.168.178.1).

Schritt 2: Den Zweitrouter (Router B) konfigurieren

Bevor du die beiden Router verbindest, musst du Router B einstellen. Schließe dazu einen PC per Kabel an einen der LAN-Ports von Router B an (noch keine Verbindung zu Router A!).

  1. Reset (optional): Setze Router B auf Werkseinstellungen zurück, um alte Konfigurationen zu löschen.
  2. Web-Interface öffnen: Gib die IP-Adresse von Router B im Browser ein und logge dich ein.
  3. DHCP-Server ausschalten: Dies ist der wichtigste Schritt! Deaktiviere unter den Netzwerkeinstellungen den "DHCP-Server". Router A soll die Vergabe der IP-Adressen übernehmen, nicht Router B.
  4. IP-Adresse anpassen: Gib Router B eine feste IP-Adresse, die im Bereich von Router A liegt, aber nicht vom DHCP-Server von Router A vergeben wird.
    • Beispiel: Wenn Router A 192.168.1.1 hat, gib Router B die 192.168.1.2.
  5. WLAN einstellen: Konfiguriere Name (SSID) und Passwort.
    • Tipp: Wenn du denselben Namen und dasselbe Passwort wie bei Router A verwendest, wechseln deine Geräte oft automatisch zum stärkeren Signal (Roaming). Wähle aber einen anderen Funkkanal (z.B. Router A Kanal 1, Router B Kanal 6).

Schritt 3: Die physische Verbindung (Verkabelung)

Jetzt verbindest du die beiden Geräte mit dem langen Ethernet-Kabel:

  1. Stecke das eine Ende in einen LAN-Port (nicht WAN!) von Router A.
  2. Stecke das andere Ende in einen LAN-Port (nicht WAN!) von Router B.

Hinweis: Der WAN-Port von Router B bleibt bei dieser Methode leer.

Schritt 4: Testen

Verbinde dich mit dem WLAN von Router B oder schließe ein Gerät per Kabel an Router B an. Du solltest nun vollen Internetzugriff haben und Geräte, die an Router A hängen, im Netzwerk sehen können (z.B. Drucker).


Alternative: Die LAN-zu-WAN Methode (Kaskadierung)

Falls du möchtest, dass der zweite Router ein eigenes, getrenntes Netzwerk erstellt (z.B. für Gäste oder Smart-Home-Geräte), gehst du so vor:

  1. Lasse den DHCP-Server auf Router B aktiviert.
  2. Verbinde das Kabel von einem LAN-Port (Router A) in den WAN-Port (Router B).
  3. Router B erhält nun eine IP von Router A und spannt ein völlig neues Subnetz auf (z.B. 192.168.2.1).

Vorteil: Sicherheit durch Trennung. Nachteil: Geräte in Netzwerk B können nicht einfach auf Drucker in Netzwerk A zugreifen ("Double NAT" Problem bei Online-Spielen).


Zusammenfassung der wichtigsten Tipps:

  • LAN-zu-LAN: Beste Wahl für die Erweiterung des Heimnetzes. DHCP am Zweitrouter AUS.
  • Feste IP: Gib dem Zweitrouter eine feste IP, damit du sein Menü später immer wieder findest.
  • Kabel-Qualität: Nutze mindestens CAT6-Kabel, wenn du Gigabit-Geschwindigkeit (1000 Mbit/s) erreichen willst.
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