Windows-Update-Reste sicher entfernen: Speicherplatz freigeben, wenn System stabil läuft
Alte Windows-Update-Dateien können im Laufe der Zeit viele Gigabyte an Speicherplatz fressen. Windows behält diese Dateien oft, um Updates rückgängig machen zu können. Wenn dein System aber stabil läuft, kannst du diesen Speicherplatz sicher freigeben.
Hier ist ein Schritt-für-Schritt-Tutorial für Windows 10 und 11.
Methode 1: Die klassische Datenträgerbereinigung (Gründlichste Methode)
Dies ist der zuverlässigste Weg, um tief im System vergrabene Update-Reste zu finden.
- Drücke die Windows-Taste, tippe „Datenträgerbereinigung“ ein und öffne das Programm.
- Wähle das Laufwerk aus, auf dem Windows installiert ist (meistens C:) und klicke auf OK.
- Klicke im nächsten Fenster auf die Schaltfläche „Systemdateien bereinigen“ (unten links). Du musst eventuell erneut das Laufwerk C: bestätigen.
- Suche in der Liste nach dem Eintrag „Windows Update-Bereinigung“.
- Zusatz-Tipp: Aktiviere auch „Vorherige Windows-Installation(en)“, falls vorhanden (das ist der Ordner
Windows.old), um noch mehr Platz zu sparen.
- Zusatz-Tipp: Aktiviere auch „Vorherige Windows-Installation(en)“, falls vorhanden (das ist der Ordner
- Setze einen Haken bei diesen Punkten und klicke auf OK.
- Bestätige mit „Dateien löschen“. Der Vorgang kann einige Minuten dauern.
Methode 2: Über die Windows-Einstellungen (Modern & Einfach)
Windows 10 und 11 bieten eine modernere Oberfläche in den Einstellungen.
- Drücke Windows + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Gehe zu System > Speicher.
- Klicke auf Temporäre Dateien. (Warte kurz, bis Windows berechnet hat, wie viel Platz belegt ist).
- Suche den Punkt „Windows Update-Bereinigung“.
- Setze den Haken (und wähle eventuell andere unnötige Dateien wie „Downloads“ oder „Papierkorb“ ab, falls du diese behalten willst).
- Klicke oben auf „Dateien entfernen“.
Methode 3: Erweiterte Reinigung per Eingabeaufforderung (CMD)
Wenn die oben genannten Methoden hängen bleiben oder du ein Power-User bist, kannst du das DISM-Tool nutzen.
- Drücke die Windows-Taste, tippe cmd ein.
- Rechtsklick auf die Eingabeaufforderung und „Als Administrator ausführen“ wählen.
- Gib den folgenden Befehl ein, um die Komponentenspeicher-Größe zu analysieren (optional):
dism /Online /Cleanup-Image /AnalyzeComponentStore - Um die alten Update-Dateien endgültig zu löschen, gib diesen Befehl ein:
dism /online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup - Drücke Enter. (Dieser Vorgang kann eine Weile bei 10% oder 20% stehen bleiben – hab Geduld).
Methode 4: Den SoftwareDistribution-Ordner leeren (Wenn Updates hängen)
Solltest du Platz schaffen wollen, weil Updates nicht richtig laden oder hängen, hilft das manuelle Löschen des Download-Caches.
- Suche nach „Dienste“ im Startmenü und öffne sie als Administrator.
- Suche den Dienst „Windows Update“, Rechtsklick darauf und wähle Beenden.
- Öffne den Explorer und gehe zu folgendem Pfad:
C:\Windows\SoftwareDistribution\Download - Lösche alle Dateien und Ordner in diesem Verzeichnis (Strg + A, dann Entf). Keine Sorge, das sind nur temporäre Installationsdateien.
- Gehe zurück zu den Diensten und starte den Dienst „Windows Update“ wieder per Rechtsklick.
⚠️ Wichtige Hinweise zum Schluss
- Rückgaberecht: Sobald du die „Windows Update-Bereinigung“ oder „Vorherige Windows-Installationen“ löschst, kannst du nicht mehr zur vorherigen Windows-Version zurückkehren. Mach dies also nur, wenn dein aktuelles System ein paar Tage stabil gelaufen ist.
- Keine Angst: Das Löschen dieser Dateien beschädigt dein aktuelles Windows nicht. Es entfernt lediglich die Kopien alter Updates, die bereits durch neue ersetzt wurden.
Wie viel Platz hast du gespart? Oft sind es zwischen 3 GB und 20 GB!