Windows hängt bei „Laufwerk (C:) wird gescannt und repariert“ – So löst du das Problem
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du das Problem „Laufwerk (C:) wird gescannt und repariert“ (Scanning and Repairing Drive) unter Windows 10 und 11 behebst.
Es ist ein klassisches Windows-Szenario: Du startest deinen PC, und statt des Sperrbildschirms erscheint eine schwarze Anzeige mit der Meldung „Laufwerk (C:) wird gescannt und repariert“. Oft bleibt die Prozentanzeige bei einem bestimmten Wert (z. B. 10 % oder 100 %) hängen.
Dieses Tutorial führt dich Schritt für Schritt durch die Lösungen.
Schritt 1: Geduld haben (Warten)
Bevor du radikale Maßnahmen ergreifst: Warte ab. Windows führt diesen Prozess meist nach einem unsachgemäßen Herunterfahren oder bei Dateisystemfehlern aus. Je nach Größe deiner Festplatte und der Anzahl der Fehler kann dieser Vorgang bis zu several Stunden dauern.
- Empfehlung: Warte mindestens 1 bis 2 Stunden. Wenn sich dann absolut nichts bewegt, fahre mit Schritt 2 fort.
Schritt 2: Den Scan beim Start überspringen
Wenn der Scan bei jedem Neustart erscheint, aber nicht abschließt, kannst du versuchen, ihn zu umgehen, um ins Windows zu gelangen.
- Starte den PC neu.
- Achte auf die Meldung „Zum Überspringen der Datenträgerüberprüfung eine beliebige Taste drücken“.
- Drücke sofort mehrfach eine Taste (z. B. Leertaste), um den Scan zu überspringen.
- Wenn du in Windows bist, sichere sofort deine wichtigsten Daten!
Schritt 3: CHKDSK im abgesicherten Modus ausführen
Wenn Windows nicht normal startet, musst du die Reparatur manuell über die Eingabeaufforderung anstoßen.
- Schalte den PC dreimal hintereinander während des Bootvorgangs hart aus (Power-Button gedrückt halten), um die automatische Reparaturumgebung zu erzwingen.
- Wähle: Erweiterte Optionen > Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Eingabeaufforderung.
- Gib im schwarzen Fenster folgenden Befehl ein:
chkdsk c: /f /r - Bestätige mit Enter. (Falls gefragt wird, ob das Volume beim nächsten Start geprüft werden soll, tippe
Jfür Ja).- Erklärung:
/ffixiert Fehler,/rsucht nach defekten Sektoren und stellt lesbare Informationen wieder her.
- Erklärung:
Schritt 4: Den automatischen Scan deaktivieren (via Windows)
Wenn du wieder Zugriff auf deinen Desktop hast, der Scan aber bei jedem Booten erneut auftaucht, kannst du Windows anweisen, das Laufwerk nicht mehr zu prüfen.
- Suche in der Taskleiste nach „cmd“, rechtsklicke darauf und wähle „Als Administrator ausführen“.
- Gib folgenden Befehl ein, um den Status zu prüfen:
chkntfs c: - Wenn dort steht, dass das Laufwerk „dirty“ (fehlerhaft) ist, kannst du den automatischen Scan mit diesem Befehl abschalten:
chkntfs /x c:- Hinweis: Dies löst nicht den Festplattenfehler, verhindert aber die nervige Meldung beim Start.
Schritt 5: Systemdateien reparieren (SFC & DISM)
Oft liegt das Problem nicht an der Hardware, sondern an beschädigten Windows-Systemdateien.
- Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator.
- Gib nacheinander diese Befehle ein (jeweils mit Enter bestätigen und warten):
sfc /scannowDISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
Schritt 6: Hardware-Check (Wenn nichts hilft)
Bleibt der Fehler bestehen, könnte deine Festplatte oder SSD physisch beschädigt sein.
- Lade dir ein Tool wie CrystalDiskInfo (kostenlos) herunter.
- Prüfe den „Zustand“ deiner Festplatte.
- Steht dort „Vorsicht“ oder „Schlecht“, solltest du die Festplatte schnellstmöglich austauschen, da ein totaler Datenverlust droht.
Zusammenfassung: Was tun, wenn gar nichts geht?
Wenn Windows in einer Endlosschleife aus „Scannen und Reparieren“ und Abstürzen festsitzt:
- Erstelle an einem anderen PC ein Windows-Installationsmedium (USB-Stick) mit dem Media Creation Tool.
- Boote von diesem Stick und wähle „Computerreparaturoptionen“.
- Versuche dort eine Systemwiederherstellung oder im schlimmsten Fall eine Neuinstallation, nachdem du deine Daten gesichert hast.
Wichtiger Hinweis: Unterbreche niemals den Scanvorgang durch das Ziehen des Netzsteckers, wenn die Festplatte gerade aktiv schreibt, da dies zu dauerhaften Hardwareschäden führen kann.