Windows 11 startet automatisch neu? So behebst du das Problem (Tutorial)
Hier ist ein ausführliches Tutorial, um das Problem der automatischen Neustarts unter Windows 11 zu beheben.
Wenn sich dein Windows 11 PC ohne Vorwarnung von selbst neu startet, kann das viele Ursachen haben – von fehlerhaften Treibern bis hin zu Hardware-Problemen. In dieser Anleitung gehen wir die effektivsten Lösungen Schritt für Schritt durch.
Schritt 1: Den automatischen Neustart bei Fehlern deaktivieren
Standardmäßig startet Windows bei einem Systemfehler sofort neu. Wenn du diese Funktion deaktivierst, erhältst du stattdessen einen „Bluescreen“ (BSOD) mit einem Fehlercode, der bei der Fehlersuche hilft.
- Drücke
Windows-Taste + Pause(oder gehe zu Einstellungen > System > Info). - Klicke auf Erweiterte Systemeinstellungen.
- Gehe im Reiter „Erweitert“ zum Bereich Starten und Wiederherstellen und klicke auf Einstellungen.
- Entferne den Haken bei Automatisch Neustart durchführen.
- Bestätige mit OK.
Schritt 2: Deaktiviere den Schnellstart
Der Windows-Schnellstart speichert beim Herunterfahren Teile des Kernels, was manchmal zu Konflikten beim nächsten Start führen kann.
- Drücke die
Windows-Tasteund suche nach Systemsteuerung. Öffne diese. - Gehe zu Hardware und Sound > Energieoptionen.
- Klicke links auf Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll.
- Klicke oben auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar (Administratorrechte erforderlich).
- Entferne den Haken bei Schnellstart aktivieren (empfohlen).
- Klicke auf Änderungen speichern.
Schritt 3: Grafik- und Chipsatz-Treiber aktualisieren
Veraltete oder beschädigte Treiber sind eine der häufigsten Ursachen für plötzliche Reboots.
- Rechtsklick auf den Start-Button und wähle den Geräte-Manager.
- Erweitere den Punkt Grafikkarten.
- Rechtsklick auf deine Grafikkarte und wähle Treiber aktualisieren > Automatisch nach Treibern suchen.
- Tipp: Besuche am besten direkt die Website des Herstellers (NVIDIA, AMD oder Intel), um die aktuellsten Treiber manuell zu installieren.
Schritt 4: Systemdateien reparieren (SFC & DISM)
Windows verfügt über integrierte Tools, um beschädigte Systemdateien automatisch zu reparieren.
- Drücke die
Windows-Taste, tippe cmd ein, Rechtsklick darauf und Als Administrator ausführen. - Gib folgenden Befehl ein und drücke Enter:
sfc /scannow - Warte, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Gib danach diesen Befehl ein:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth - Starte deinen PC neu.
Schritt 5: Überhitzung prüfen
Wenn die CPU oder GPU zu heiß wird, schaltet sich der PC zum Schutz sofort aus oder startet neu.
- Reinigung: Überprüfe, ob die Lüfter verstaubt sind.
- Software: Nutze Tools wie HWMonitor oder Core Temp, um die Temperaturen zu überwachen. Wenn die CPU im Leerlauf über 60°C oder unter Last über 90°C steigt, solltest du die Wärmeleitpaste erneuern oder die Kühlung verbessern.
Schritt 6: Ereignisanzeige prüfen (Profis)
Wenn nichts hilft, verrät dir Windows genau, was passiert ist.
- Rechtsklick auf den Start-Button und wähle Ereignisanzeige.
- Gehe zu Windows-Protokolle > System.
- Suche nach Fehlern mit der Quelle Kernel-Power (Ereignis-ID 41). Dies deutet meist auf ein Problem mit dem Netzteil oder der Stromzufuhr hin.
Zusammenfassung: Was tun, wenn nichts hilft?
- Arbeitsspeicher prüfen: Suche nach „Windows-Speicherdiagnose“ im Startmenü und lass den RAM testen.
- Netzteil: Ein alterndes Netzteil liefert manchmal nicht genug Spannung unter Last, was zu Neustarts führt.
- Windows-Update: Stelle sicher, dass alle Updates unter Einstellungen > Windows Update installiert sind.
Hinweis: Wenn das Problem nach einem Hardware-Umbau auftrat, kontrolliere alle Kabelverbindungen im Inneren des Gehäuses.