Windows 11 friert beim Booten ein? So fixen Sie das Problem [Tutorial]
Hier ist ein ausführliches Tutorial, das dir hilft, das Problem mit einfrierenden Windows 11-Systemen beim Start zu lösen.
Es ist frustrierend: Man schaltet den PC ein, das Windows-Logo erscheint, doch dann passiert nichts mehr oder das System bleibt komplett hängen. Dieses Problem kann viele Ursachen haben – von fehlerhaften Updates bis hin zu Treiberkonflikten. In dieser Anleitung führen wir dich Schritt für Schritt durch die effektivsten Lösungen.
Schritt 1: Den „Abgesicherten Modus“ oder die Wiederherstellungsumgebung aufrufen
Da der PC nicht normal startet, müssen wir in die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) gelangen.
- Schalte den PC ein.
- Sobald das Windows-Logo oder das Logo deines Mainboards erscheint, halte die Power-Taste am Gehäuse gedrückt, bis der PC wieder ausgeht.
- Wiederhole diesen Vorgang 3-mal hintereinander.
- Beim vierten Start sollte die Meldung „Automatische Reparatur wird vorbereitet“ erscheinen. Warte, bis der Bildschirm „Erweiterte Optionen“ angezeigt wird.
Schritt 2: Die automatische Starthilfe ausführen
Dies ist die einfachste Methode, bei der Windows versucht, den Boot-Fehler selbst zu finden.
- Klicke auf Problembehandlung > Erweiterte Optionen.
- Wähle Starthilfe.
- Windows scannt nun das System und versucht, Fehler im Bootloader zu reparieren. Wenn dies nicht hilft, fahre mit Schritt 3 fort.
Schritt 3: Den Windows „Schnellstart“ deaktivieren (Häufigste Ursache)
Der Windows-Schnellstart speichert einen Teil des Kernels beim Herunterfahren auf der Festplatte. Wenn diese Datei beschädigt ist, friert Windows beim Booten ein.
- Gehe in den Abgesicherten Modus (Über Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Starteinstellungen > Neu starten und dann Taste 4 oder 5 drücken).
- Drücke im Windows die Taste
Windows + R, gibpowercfg.cplein und drücke Enter. - Klicke links auf „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“.
- Klicke oben auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“ (Admin-Rechte).
- Entferne den Haken bei „Schnellstart aktivieren (empfohlen)“.
- Klicke auf „Änderungen speichern“ und starte den PC neu.
Schritt 4: Systemdateien reparieren (SFC und DISM)
Oft sind beschädigte Systemdateien die Ursache für Freezes.
- Gehe erneut in die Erweiterten Optionen (siehe Schritt 1) und wähle Eingabeaufforderung.
- Gib nacheinander folgende Befehle ein und bestätige jeden mit Enter (warte, bis der jeweilige Vorgang abgeschlossen ist):
sfc /scannowdism /online /cleanup-image /restorehealth(Hinweis: DISM funktioniert im Abgesicherten Modus nur mit Internetverbindung).
- Starte den PC neu.
Schritt 5: Updates deinstallieren
Wenn das Problem nach einem Windows-Update aufgetreten ist, kannst du dieses rückgängig machen.
- Gehe zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen.
- Wähle Updates deinstallieren.
- Wähle erst „Aktuelles Qualitätsupdate deinstallieren“. Hilft das nicht, versuche es mit dem „Funktionsupdate“.
Schritt 6: Grafiktreiber im Abgesicherten Modus aktualisieren oder neu installieren
Ein veralteter oder korrupter Grafiktreiber ist oft für Freezes verantwortlich.
- Starte den PC im Abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf den Startbutton und wähle Geräte-Manager.
- Klappe Grafikkarten aus.
- Klicke deine Grafikkarte rechts an und wähle Gerät deinstallieren (Haken bei „Treibersoftware löschen“ setzen).
- Starte den PC neu. Windows installiert nun einen Standardtreiber, mit dem du hoffentlich wieder normal booten kannst, um danach den aktuellen Treiber von NVIDIA, AMD oder Intel herunterzuladen.
Schritt 7: Systemwiederherstellung nutzen
Wenn alles nichts hilft, kannst du Windows auf einen Zeitpunkt zurücksetzen, an dem noch alles funktionierte.
- Gehe zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen.
- Wähle Systemwiederherstellung.
- Wähle einen Wiederherstellungspunkt aus, der zeitlich vor dem Problem liegt. Keine Sorge: Deine persönlichen Dateien (Bilder, Dokumente) bleiben erhalten, Programme, die nach diesem Datum installiert wurden, werden jedoch entfernt.
Profi-Tipp: Externe Hardware prüfen
Manchmal verursacht ein defektes USB-Gerät (Drucker, Webcam, USB-Hub) den Freeze beim Booten. Trenne alle USB-Geräte außer Maus und Tastatur und versuche den Start erneut.
Hat nichts geholfen? Wenn der PC weiterhin einfriert, könnte ein Hardware-Defekt vorliegen (meistens die SSD/Festplatte oder der Arbeitsspeicher/RAM). In diesem Fall empfiehlt sich ein RAM-Test mit Programmen wie MemTest86.