Wie man den Fehler „400 Bad Request“ in Google Chrome schnell behebt
Der Fehler „400 Bad Request“ gehört zu den häufigsten HTTP-Statuscodes beim Surfen. Er bedeutet, dass der Webserver die Anfrage Ihres Browsers nicht verarbeiten kann – meistens, weil die Anfrage fehlerhaft, beschädigt oder zu groß war.
In den allermeisten Fällen liegt das Problem nicht an der Website selbst, sondern an lokal gespeicherten Daten in Ihrem Google Chrome. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung beheben Sie das Problem in der Regel innerhalb weniger Minuten.
Schritt 1: Überprüfen Sie die URL (Tippfehler ausschließen)
Der banalste, aber häufige Grund für einen 400-Fehler ist eine falsch eingegebene Internetadresse.
- Prüfen Sie die Adresszeile auf Tippfehler.
- Achten Sie auf ungültige Sonderzeichen (wie z. B.
%, Klammern oder ungewollte Leerzeichen). - Wenn Sie über ein Lesezeichen oder einen externen Link auf die Seite gelangt sind, versuchen Sie, die Hauptseite der Domain manuell einzugeben (z. B.
beispiel.destatt des langen Links) und navigieren Sie von dort aus.
Schritt 2: Führen Sie einen „Hard Refresh“ durch
Ein normales Neuladen der Seite (F5) nutzt oft alte Daten aus dem Zwischenspeicher. Ein „Hard Refresh“ zwingt Chrome dazu, die Seite komplett neu vom Server abzurufen.
- Windows / Linux: Drücken Sie
Strg+F5(oderStrg+Shift+R). - Mac: Drücken Sie
Cmd+Shift+R.
Schritt 3: Cookies und Cache für diese spezifische Website löschen (Häufigste Lösung)
In 90 % der Fälle wird der Fehler durch veraltete, beschädigte oder zu große Cookies verursacht. Sie müssen dafür nicht Ihren gesamten Browser-Verlauf löschen – es reicht, die Daten für die betroffene Seite zu bereinigen:
- Klicken Sie in der Adresszeile ganz links (neben der URL) auf das Schieberegler-Symbol (oder das Schloss-Symbol).
- Wählen Sie „Cookies und Websitedaten“ aus.
- Klicken Sie auf „Websitedaten verwalten…“.
- Klicken Sie neben der Domain auf das Papierkorb-Symbol, um alle Cookies der Seite zu entfernen.
- Bestätigen Sie mit „Fertig“ und laden Sie die Website neu.
(Hinweis: Sie werden auf dieser Website dadurch abgemeldet und müssen sich neu einloggen).
Schritt 4: Die Seite im Inkognito-Modus testen
Um zu prüfen, ob installierte Browser-Erweiterungen oder tiefere Cache-Probleme die Ursache sind:
- Drücken Sie
Strg+Shift+N(Windows) oderCmd+Shift+N(Mac), um ein Inkognito-Fenster zu öffnen. - Rufen Sie die problematische Website dort auf.
- Funktioniert es hier? Dann liegt das Problem garantiert an Ihren Cookies, dem Cache oder einer Chrome-Erweiterung (siehe Schritt 5).
- Funktioniert es immer noch nicht? Gehen Sie weiter zu Schritt 6.
Schritt 5: Chrome-Erweiterungen (Adblocker etc.) deaktivieren
Manche Erweiterungen manipulieren die Kopfzeilen (Header) Ihrer Browser-Anfragen. Ist eine Anfrage dadurch fehlerhaft, blockiert der Server den Zugriff mit dem Fehler 400.
- Tippen Sie
chrome://extensions/in Ihre Adresszeile ein und drücken SieEnter. - Deaktivieren Sie testweise Erweiterungen (insbesondere Adblocker, Script-Blocker oder VPN-Erweiterungen), indem Sie den blauen Schalter umlegen.
- Versuchen Sie erneut, die Website aufzurufen.
- Funktioniert es wieder, aktivieren Sie die Erweiterungen nacheinander, um den Übeltäter zu identifizieren.
Schritt 6: Den internen DNS-Cache von Chrome leeren
Chrome speichert IP-Adressen von Websites zwischen. Ist dieser DNS-Cache veraltet, kann es zu fehlerhaften Anfragen kommen.
- Öffnen Sie einen neuen Tab und geben Sie folgende Adresse ein:
chrome://net-internals/#dns - Klicken Sie auf die Schaltfläche „Clear host cache“.
- Schließen Sie den Tab und testen Sie die Website erneut.
Immer noch keine Besserung?
Wenn keiner der Schritte geholfen hat, liegt das Problem sehr wahrscheinlich direkt beim Betreiber des Webservers (z. B. ein Konfigurationsfehler nach einem Update).
In diesem Fall bleibt Ihnen meist nur übrig,:
- es über ein anderes Gerät (z. B. Smartphone über mobile Daten) zu versuchen, um den Fehler beim Server zu bestätigen.
- etwas zu warten, bis der Administrator der Website den Fehler behoben hat.