Website-Hosting-Anbieter herausfinden: So ermittelst du den Hoster jeder Website

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Ob du von der extrem schnellen Ladezeit einer fremden Website beeindruckt bist, eine Urheberrechtsverletzung melden musst oder einfach neugierig bist: Es gibt viele Gründe, den Hosting-Anbieter einer Website ermitteln zu wollen.

In diesem Tutorial erfährst du Schritt für Schritt, wie du mit verschiedenen Methoden ganz einfach herausfindest, wo eine Website gehostet wird.


Methode 1: Der schnellste Weg über Online-Analyse-Tools (Für Einsteiger)

Der unkomplizierteste Weg führt über spezialisierte Web-Tools. Sie lesen die öffentlich zugänglichen DNS-Daten einer Website aus und bereiten sie benutzerfreundlich auf.

Beliebte und kostenlose Tools:

  • WhoIsHostingThis (whoishostingthis.com)
  • HostingChecker (hostingchecker.com)
  • Digital.com Hostingsuche
  • Sitechecker.pro

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Öffne eines der oben genannten Tools in deinem Browser.
  2. Kopiere die URL (die Webadresse) der Website, die du überprüfen möchtest, in das Suchfeld.
  3. Klicke auf „Search“, „Check“ oder „Hosting prüfen“.
  4. Das Tool zeigt dir nun den ermittelten Hosting-Provider (z. B. Strato, IONOS, Hetzner, AWS) sowie oft auch die IP-Adresse und den Standort des Servers an.

Methode 2: Über eine WHOIS- und IP-Abfrage (Detaillierter)

Manchmal zeigen Einsteiger-Tools nicht das gewünschte Ergebnis. In diesem Fall hilft ein klassischer WHOIS-Lookup, um die Nameserver und die IP-Adresse der Domain herauszufinden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Gehe auf eine WHOIS-Website wie whois.domaintools.com oder centralops.net.
  2. Gib die Domain ein (z. B. beispielseite.de).
  3. Suche in den Ergebnissen nach den Name Servers (Nameservern).
    • Häufig verraten diese bereits den Hoster (z. B. ns1.strato.de = Strato oder ns.hosteurope.de = Host Europe).
  4. Wenn die Nameserver neutral sind, suche nach der IP-Adresse der Website.
  5. Kopiere die IP-Adresse und füge sie in eine IP-Lookup-Datenbank ein (z. B. iplocation.net oder direkt bei RIPE NCC für europäische bzw. ARIN für amerikanische IP-Adressen).
  6. Der Eintrag „OrgName“ oder „ISP“ verrät dir das Rechenzentrum bzw. den Hosting-Anbieter.

Methode 3: Für Fortgeschrittene – Über die Eingabeaufforderung / Terminal

Wenn du keine externen Web-Tools nutzen möchtest, kannst du die Abfrage direkt über dein Betriebssystem (Windows, macOS, Linux) durchführen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Terminal / Eingabeaufforderung öffnen:

    • Windows: Drücke Windows-Taste + R, tippe cmd ein und drücke Enter.
    • macOS/Linux: Öffne das Programm „Terminal“.
  2. IP-Adresse über den Ping-Befehl ermitteln: Tippe folgenden Befehl ein und bestätige mit Enter:

    ping beispielseite.de

    In den eckigen Klammern siehst du nun die IP-Adresse (z. B. 123.45.67.89).

  3. WHOIS-Abfrage für die IP durchführen:

    • Unter macOS/Linux kannst du direkt tippen:
      whois 123.45.67.89
    • Unter Windows kannst du alternativ den Befehl nslookup nutzen:
      nslookup beispielseite.de
  4. Scrolle durch die Ausgabe und suche nach Begriffen wie netname, descr oder OrgName. Dort steht der Name des Hosters.


Der Sonderfall: Die „Cloudflare-Falle“ (CDN & Reverse-Proxies)

Oft wirst du bei deiner Recherche als Hoster Namen wie Cloudflare, Fastly oder Sucuri finden.

Das Problem: Das sind in den meisten Fällen nicht die eigentlichen Hosting-Anbieter, sondern sogenannte Content Delivery Networks (CDNs) oder Reverse-Proxies. Sie fungieren als Schutzschild vor dem eigentlichen Server. Die IP-Adresse, die du siehst, gehört dem CDN – der wahre Webhoster bleibt dahinter verborgen.

So kannst du den echten Hoster trotzdem finden:

  • Mail-Server (MX-Records) prüfen: Oft hosten Website-Betreiber ihre E-Mails beim selben Anbieter wie ihre Website. Nutze ein Tool wie mxtoolbox.com und prüfe die MX-Einträge der Domain.
  • Historische DNS-Daten: Dienste wie SecurityTrails oder ViewDNS.info zeigen an, welche IP-Adresse eine Website hatte, bevor sie Cloudflare vorgeschaltet hat. Oft hat sich der Hoster seitdem nicht geändert.

Zusammenfassung

Mit einem einfachen Klick auf Seiten wie WhoIsHostingThis findest du in 90 % der Fälle den Hosting-Anbieter innerhalb weniger Sekunden. Sollte ein Dienst wie Cloudflare vorgeschaltet sein, lohnt sich ein tieferer Blick in die Nameserver, IP-Inhaber und MX-Records der Domain.

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