Videos zuschneiden in CapCut: Die ultimative Anleitung
Hier ist ein detailliertes Tutorial, wie du Videos in CapCut (sowohl am Smartphone als auch am PC) zuschneidest.
CapCut ist eines der beliebtesten Videobearbeitungstools, da es intuitiv und leistungsstark ist. Das Zuschneiden (Croppen) eines Videos ist wichtig, um unerwünschte Bereiche zu entfernen oder das Format für verschiedene Plattformen (wie TikTok, Instagram Reels oder YouTube) anzupassen.
Teil 1: Videos zuschneiden in der CapCut App (Mobil)
Die mobile Version ist ideal für schnelle Edits unterwegs. So gehst du vor:
- Projekt starten: Öffne CapCut und tippe auf „Neues Projekt“. Wähle dein Video aus der Galerie aus und tippe auf „Hinzufügen“.
- Clip auswählen: Tippe in der Timeline (unten) auf den Videoclip, den du zuschneiden möchtest. Er sollte nun weiß umrandet sein.
- Menü finden: Wische in der unteren Werkzeugleiste nach rechts, bis du den Button „Bearbeiten“ (Icon mit einem kleinen Viereck und Pfeilen) findest.
- Zuschneiden-Funktion: Tippe erneut auf „Zuschneiden“.
- Format wählen oder manuell anpassen:
- Frei: Ziehe an den Ecken des Rahmens, um den Ausschnitt manuell zu bestimmen.
- Vorgaben: Wähle ein festes Seitenverhältnis wie 9:16 (TikTok), 1:1 (Instagram) oder 16:9 (YouTube).
- Bestätigen: Wenn du zufrieden bist, tippe auf das Häkchen-Symbol unten rechts.
Teil 2: Videos zuschneiden in CapCut Desktop (PC/Mac)
Die Desktop-Version bietet etwas mehr Übersicht für präzises Arbeiten:
- Importieren: Ziehe dein Video in das Projektfenster und danach in die Timeline.
- Werkzeug öffnen: Klicke den Clip in der Timeline an. Direkt über der Timeline findest du eine kleine Werkzeugleiste. Klicke dort auf das „Zuschneiden“-Icon (ein Quadrat aus zwei Winkeln).
- Ausschnitt festlegen:
- Es öffnet sich ein neues Fenster. Hier kannst du die Ecken des Videos ziehen, um den Bereich einzugrenzen.
- Links unten im Fenster kannst du unter „Verhältnis“ ein festes Format (z.B. 4:3 oder 2:1) wählen.
- Speichern: Klicke auf „Bestätigen“ (Apply), um die Änderungen zu übernehmen.
Teil 3: Der Unterschied zwischen „Zuschneiden“ und „Format“
Viele Anfänger verwechseln diese beiden Funktionen. Hier ist der Unterschied:
- Zuschneiden (Crop): Hier entfernst du Teile des Bildes (z.B. ein störendes Objekt am Rand). Das Bild wird dadurch „vergrößert“, um den Platz wieder auszufüllen.
- Format (Aspect Ratio): Hier änderst du die „Leinwand“ deines gesamten Projekts. Wenn du ein Querformat-Video in ein 9:16 Format (hochkant) zwingst, entstehen oft schwarze Balken oben und unten.
Pro-Tipp: Wenn du schwarze Balken vermeiden willst, nutze erst die Funktion „Format“, um die Leinwand festzulegen, und klicke dann auf den Clip und vergrößere ihn mit zwei Fingern (Pinch-to-zoom), bis er den ganzen Bildschirm ausfüllt.
Teil 4: Tipps für perfekte Ergebnisse
- Drittel-Regel beachten: Achte beim Zuschneiden darauf, dass das Hauptmotiv nicht immer exakt in der Mitte sein muss. Oft wirkt es dynamischer, wenn es leicht versetzt ist.
- Qualitätsverlust vermeiden: Wenn du sehr tief in ein Video hineincroppst (also nur einen winzigen Ausschnitt wählst), kann das Bild pixelig werden. Achte darauf, dass die Auflösung hoch genug bleibt.
- Keyframes nutzen: Wenn sich dein Motiv bewegt, kannst du statt eines statischen Zuschnitts Keyframes verwenden, um dem Motiv sanft zu „folgen“.
Video exportieren
Wenn du fertig bist, klicke oben rechts auf „Exportieren“. Wähle die gewünschte Auflösung (empfohlen: 1080p) und Framerate (30 oder 60 fps) und speichere dein Video ab!