Video dauerhaft drehen in Windows 10: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du Videos unter Windows 10 dauerhaft drehen kannst, ohne zusätzliche teure Software kaufen zu müssen.
Es passiert schnell: Man hat ein Video mit dem Smartphone aufgenommen, aber am PC wird es plötzlich im Querformat (oder auf dem Kopf) angezeigt. In Windows 10 gibt es zwei hervorragende kostenlose Möglichkeiten, dies zu korrigieren.
Methode 1: Mit dem integrierten Windows Video-Editor (Empfohlen)
Der Windows Video-Editor ist Teil der vorinstallierten „Fotos“-App und die einfachste Methode, ein Video ohne Wasserzeichen zu drehen.
- Video-Editor öffnen:
- Klicke auf die Windows-Suche (Lupe unten links) und tippe „Video-Editor“ ein. Öffne die App.
- Neues Projekt erstellen:
- Klicke auf die Schaltfläche „Neues Videoprojekt“.
- Gib deinem Projekt einen Namen (z. B. „Video Drehung“) und bestätige mit „OK“.
- Video hinzufügen:
- Klicke auf „+ Hinzufügen“ -> „Von diesem PC“.
- Wähle das Video aus, das du drehen möchtest.
- Video ins Storyboard ziehen:
- Ziehe das Video aus der Projektbibliothek (oben links) nach unten in das Storyboard.
- Video drehen:
- Klicke im Menü direkt über dem Storyboard auf das Drehen-Symbol (ein Kreis-Pfeil) oder drücke die Tastenkombination Strg + R.
- Klicke so oft, bis das Video die gewünschte Ausrichtung hat.
- Video speichern (Exportieren):
- Klicke oben rechts auf „Video fertigstellen“.
- Wähle die Videoqualität (1080p wird empfohlen) und klicke auf „Exportieren“.
- Wähle einen Speicherort aus – fertig!
Methode 2: Mit Microsoft Clipchamp (Der moderne Nachfolger)
Microsoft hat Clipchamp als neuen Standard-Editor für Windows 10 und 11 eingeführt. Falls der alte Video-Editor bei dir nicht mehr vorhanden ist, nutzt du dieses Tool.
- Clipchamp öffnen:
- Suche nach „Clipchamp“ im Startmenü. Falls nicht installiert, findest du es kostenlos im Microsoft Store.
- Medien importieren:
- Klicke auf „Neues Video erstellen“.
- Klicke auf „Medien importieren“ und wähle deine Datei aus.
- In die Zeitleiste ziehen:
- Ziehe das importierte Video unten in die Zeitleiste (Timeline).
- Drehen-Werkzeug nutzen:
- Klicke das Video in der Zeitleiste an, sodass es lila markiert ist.
- Über dem Videovorschaufenster erscheint eine kleine schwebende Werkzeugleiste.
- Klicke auf das Drehen-Symbol, bis die Ausrichtung stimmt. (Eventuell musst du das Video danach noch etwas „Einpassen“ oder „Füllen“, falls schwarze Ränder entstehen).
- Exportieren:
- Klicke oben rechts auf „Exportieren“ und wähle „1080p“. Das Video wird nun dauerhaft gedreht auf deinem PC gespeichert.
Methode 3: Mit dem VLC Media Player (Für Fortgeschrittene)
VLC kann Videos nicht nur drehen, sondern die Änderung auch speichern. Dies ist jedoch etwas komplizierter:
- Öffne das Video im VLC Player.
- Gehe zu Werkzeuge -> Effekte und Filter.
- Wähle den Reiter Videoeffekte -> Geometrie.
- Setze einen Haken bei Transformieren und wähle z. B. „Um 90 Grad drehen“. (Achtung: Das Video sieht jetzt richtig aus, ist aber noch nicht so gespeichert!)
- Zum Speichern: Gehe auf Medien -> Konvertieren/Speichern.
- Füge die Datei hinzu, klicke auf „Konvertieren/Speichern“.
- Wähle das Profil (z. B. MP4) und klicke auf das Werkzeug-Symbol daneben.
- Unter Videocodec -> Filter musst du den Haken bei „Video transformation filter“ setzen.
- Speichere die Einstellung und klicke auf Start.
Fazit: Welche Methode ist die beste?
- Für die meisten Nutzer: Methode 1 (Video-Editor) ist am schnellsten und intuitivsten.
- Für moderne Features: Methode 2 (Clipchamp) bietet mehr Bearbeitungsmöglichkeiten.
- Für Profis: VLC ist gut, wenn man keine neuen Apps installieren möchte, erfordert aber mehr Klicks beim Speichern.