VBS (Virtualization-Based Security) in Windows 11 & 10 aktivieren oder deaktivieren – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du die Virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS) unter Windows 10 und 11 verwalten kannst.
Die virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS) ist eine Funktion in Windows, die Hardware-Virtualisierung nutzt, um einen sicheren Speicherbereich vom restlichen Betriebssystem zu isolieren. Das schützt vor Schadsoftware, kann aber in manchen Fällen (besonders beim Gaming) die Performance beeinträchtigen.
Voraussetzungen
Bevor du startest, muss die Virtualisierung im BIOS/UEFI deines PCs aktiviert sein:
- Intel-Prozessoren: Suche nach "Intel VT-x" oder "Virtualization Technology".
- AMD-Prozessoren: Suche nach "SVM Mode" oder "AMD-V".
Methode 1: Über die Windows-Sicherheit (Empfohlen)
Dies ist der einfachste Weg für die meisten Nutzer.
- Öffne das Startmenü und tippe "Kernisolierung" ein. Drücke die Eingabetaste.
- Du gelangst direkt zu den Einstellungen der Kernisolierung unter "Gerätesicherheit".
- Suche den Punkt "Speicherintegrität" (dies ist der Hauptbestandteil von VBS).
- Einschalten: Stelle den Schalter auf Ein.
- Ausschalten: Stelle den Schalter auf Aus.
- Starte deinen PC neu, damit die Änderungen wirksam werden.
Methode 2: Über den Gruppenrichtlinien-Editor (Windows Pro & Enterprise)
Wenn du eine Pro- oder Enterprise-Version von Windows nutzt, kannst du VBS systemweit erzwingen oder deaktivieren.
- Drücke
Windows-Taste + R, gibgpedit.mscein und drücke Enter. - Navigiere zu folgendem Pfad:
Computerkonfiguration>Administrative Vorlagen>System>Device Guard - Doppelklicke im rechten Fenster auf "Virtualisierungsbasierte Sicherheit einschalten".
- Wähle:
- Deaktiviert: Um VBS komplett auszuschalten.
- Aktiviert: Um VBS einzuschalten (du musst unten in den Optionen ggf. "Sicherer Start" oder "DMA-Schutz" wählen).
- Klicke auf Übernehmen und starte den PC neu.
Methode 3: Über die Registry (Für Fortgeschrittene)
Falls die oben genannten Methoden nicht funktionieren, kannst du die Registrierung nutzen. Hinweis: Erstelle vorher ein Backup deiner Registry.
- Drücke
Windows-Taste + R, gibregeditein und drücke Enter. - Navigiere zu:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\DeviceGuard - Suche auf der rechten Seite den Wert
EnableVirtualizationBasedSecurity. (Falls nicht vorhanden: Rechtsklick > Neu > DWORD-Wert (32-Bit) erstellen). - Doppelklicke darauf und ändere den Wert:
- 0 = VBS Aus
- 1 = VBS An
- Navigiere zusätzlich zu:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Lsa - Suche
LsaCfgFlags.- 0 = Deaktiviert den zusätzlichen Schutz.
- Starte den PC neu.
Überprüfen, ob VBS aktiv ist
Du kannst jederzeit kontrollieren, ob VBS aktuell im Hintergrund läuft:
- Drücke die Windows-Taste und tippe "Systeminformationen" ein.
- Scrolle im Fenster "Systemübersicht" ganz nach unten.
- Suche die Zeile "Virtualisierungsbasierte Sicherheit".
- Dort steht entweder "Wird ausgeführt" oder "Nicht aktiviert".
Warum sollte man VBS deaktivieren oder aktivieren?
Vorteile (Aktiviert lassen):
- Höhere Sicherheit: Schützt Anmeldedaten und den Windows-Kernel vor Angriffen.
- Schutz vor Exploits: Verhindert, dass bösartiger Code in sichere Prozesse injiziert wird.
Nachteile (Deaktivieren):
- Gaming-Performance: In einigen Tests führte VBS (insbesondere die Speicherintegrität) zu Performance-Einbußen von 5 % bis zu 25 % bei bestimmten Spielen.
- Kompatibilität: Einige ältere Treiber oder Virtualisierungssoftware (wie VirtualBox in alten Versionen) könnten Probleme verursachen.
Fazit: Wenn du maximale Sicherheit willst, lass es AN. Wenn du jedes letzte FPS aus deinen Spielen herausholen willst und auf eine zusätzliche Sicherheitsschicht verzichten kannst, schalte es AUS.