Tutorial: Zwei TP-Link Router kabellos verbinden (WDS Bridging)

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du zwei TP-Link-Router kabellos miteinander verbindest, um dein WLAN-Signal zu verstärken. Diese Methode wird meist WDS-Bridging (Wireless Distribution System) genannt.


Dieses Tutorial hilft dir dabei, einen zweiten Router als „Repeater“ einzusetzen, um Funklöcher in deiner Wohnung oder deinem Haus zu schließen.

Voraussetzungen

  1. Hauptrouter: Der Router, der mit dem Internet verbunden ist.
  2. Zweitrouter: Der Router, der das Signal erweitern soll (dieser muss WDS-fähig sein – fast alle TP-Link-Modelle sind es).
  3. IP-Adressen: Du solltest wissen, wie du auf die Benutzeroberfläche zugreifst (meistens tplinkwifi.net oder 192.168.0.1).

Schritt 1: Vorbereitung am Hauptrouter

Bevor du den zweiten Router einrichtest, musst du eine wichtige Einstellung am Hauptrouter vornehmen: den WLAN-Kanal festlegen.

  1. Logge dich im Hauptrouter ein.
  2. Gehe zu Wireless (Drahtlos) -> Wireless Settings (Drahtlos-Einstellungen).
  3. Stelle den Channel (Kanal) von „Auto“ auf einen festen Wert (z. B. Kanal 1, 6 oder 11). Merke dir diesen Kanal!
  4. Speichere die Einstellungen.

Schritt 2: Den Zweitrouter vorbereiten (IP-Adresse ändern)

Damit es keine Adresskonflikte gibt, muss der zweite Router eine eigene IP-Adresse im selben Netzwerksegment erhalten.

  1. Verbinde deinen PC per LAN-Kabel oder WLAN mit dem Zweitrouter (noch nicht mit dem Internet verbinden).
  2. Logge dich in die Benutzeroberfläche ein.
  3. Gehe zu Network -> LAN.
  4. Ändere die IP-Adresse. Wenn der Hauptrouter 192.168.0.1 hat, gib dem Zweitrouter 192.168.0.2.
  5. Klicke auf Save. Der Router wird neu starten. Logge dich danach unter der neuen IP (192.168.0.2) wieder ein.

Schritt 3: WDS-Bridging auf dem Zweitrouter aktivieren

Jetzt verbinden wir den Zweitrouter kabellos mit dem Hauptrouter.

  1. Gehe auf dem Zweitrouter zu Wireless -> Wireless Settings.
  2. Setze einen Haken bei Enable WDS Bridging (WDS-Bridging aktivieren).
  3. Klicke auf die Schaltfläche Survey (Scan). Es öffnet sich ein Fenster mit allen verfügbaren WLAN-Netzwerken.
  4. Suche das WLAN deines Hauptrouters und klicke auf Connect.
  5. Wähle unter Key type die Verschlüsselung deines Hauptrouters (meist WPA2-PSK).
  6. Gib unter Password das WLAN-Passwort deines Hauptrouters ein.
  7. Stelle sicher, dass der Channel (Kanal) auf dem Zweitrouter derselbe ist wie am Hauptrouter (siehe Schritt 1).
  8. Klicke auf Save.

Schritt 4: Den DHCP-Server am Zweitrouter ausschalten

Dies ist der wichtigste Schritt. Der Zweitrouter darf keine eigenen IP-Adressen vergeben, das muss der Hauptrouter übernehmen.

  1. Gehe am Zweitrouter zu DHCP -> DHCP Settings.
  2. Wähle bei DHCP Server die Option Disable (Deaktivieren).
  3. Klicke auf Save.
  4. Starte den Router neu (unter System Tools -> Reboot).

Schritt 5: Verbindung prüfen

Nachdem der Zweitrouter neu gestartet ist, sollte die Verbindung stehen.

  1. Prüfe im Menü Status des Zweitrouters den Punkt „WDS Status“. Dort sollte nun Run oder Assoc stehen.
  2. Platziere den Zweitrouter nun an einer Stelle, an der das Signal des Hauptrouters noch gut empfangbar ist (etwa auf halbem Weg zum Funkloch).
  3. Teste die Internetverbindung, indem du dich mit dem WLAN des Zweitrouters verbindest.

Alternative: Der "Range Extender Mode" (bei modernen Modellen)

Wenn du einen neueren TP-Link Router (z.B. aus der Archer-Serie) hast, ist die Einrichtung oft noch einfacher:

  1. Logge dich im Zweitrouter ein.
  2. Suche oben im Menü nach Advanced -> Operation Mode.
  3. Wähle Range Extender Mode oder Access Point Mode (falls du doch ein Kabel legen kannst).
  4. Folge dem Installationsassistenten. Dies ist deutlich benutzerfreundlicher als das manuelle WDS-Bridging.

Wichtige Tipps für die Stabilität:

  • Gleiche SSID: Wenn du möchtest, dass deine Geräte automatisch zwischen den Routern wechseln (Roaming), gib beiden Routern denselben WLAN-Namen (SSID) und dasselbe Passwort.
  • Abstand: Stell den zweiten Router nicht zu weit weg. Er braucht ein starkes Eingangssignal, um ein stabiles Ausgangssignal weitergeben zu können.
  • Firmware: Halte die Firmware beider Router aktuell, um Sicherheitslücken zu schließen und die Stabilität zu verbessern.
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