Tutorial: GPU-Beschleunigung für Linux auf dem Chromebook aktivieren

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Standardmäßig läuft die Linux-Umgebung (auch bekannt als „Crostini“) auf Chromebooks in einem sicheren Container. Um grafikintensive Anwendungen wie Spiele, 3D-Software (z. B. Blender) oder Videobearbeitungsprogramme flüssig nutzen zu können, ist die Aktivierung der Hardware-Grafikbeschleunigung (GPU-Beschleunigung) essenziell.

In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfährst du, wie du diese Funktion aktivierst und überprüfst.


Voraussetzungen

  • Ein Chromebook, das Linux-Apps unterstützt.
  • Die Linux-Entwicklungsumgebung muss bereits in den ChromeOS-Einstellungen aktiviert und eingerichtet sein.

Schritt 1: Das Chrome-Flags-Menü aufrufen

Die Aktivierung der GPU-Beschleunigung erfolgt über die experimentellen Einstellungen von ChromeOS (die sogenannten „Flags“).

  1. Öffne den Google Chrome-Browser auf deinem Chromebook.
  2. Gib in die Adresszeile folgenden Pfad ein und drücke Enter:
    chrome://flags

Schritt 2: Nach der GPU-Unterstützung suchen

  1. Nutze das Suchfeld ganz oben auf der Flags-Seite (beschriftet mit Search flags).
  2. Gib dort folgenden Begriff ein:
    crostini-gpu-support
  3. In den Suchergebnissen sollte der Eintrag Crostini GPU Support angezeigt werden.

Schritt 3: GPU-Beschleunigung aktivieren

  1. Rechts neben dem Eintrag Crostini GPU Support siehst du ein Dropdown-Menü (steht meist auf Default).
  2. Klicke darauf und wähle Enabled aus.
  3. Sobald du dies änderst, erscheint unten rechts ein blauer Button mit der Aufschrift Restart (Neu starten). Klicke darauf, um ChromeOS neu zu starten und die Änderungen zu übernehmen.

Schritt 4: Überprüfen, ob die GPU-Beschleunigung funktioniert

Nach dem Neustart solltest du testen, ob die Linux-Umgebung die Grafikkarte nun tatsächlich nutzt.

  1. Öffne die Terminal-App deiner Linux-Umgebung.
  2. Installiere zunächst die nötigen Grafik-Tools (falls noch nicht vorhanden). Führe dazu folgenden Befehl aus:
    sudo apt update && sudo apt install mesa-utils -y
  3. Frage nach der Installation die Grafiktreiber-Informationen ab:
    glxinfo -B

Das richtige Ergebnis erkennen:

Suche in der Textausgabe nach diesen Zeilen:

  • Device: Hier sollte virgl stehen (z. B. virgl (Intel...) oder virgl (AMD...)).
  • Accelerated: Hier sollte zwingend yes stehen.

Steht dort stattdessen llvmpipe oder Accelerated: no, wird die Grafik weiterhin nur per Software über den Hauptprozessor (CPU) berechnet und die Hardware-Beschleunigung ist nicht aktiv.


Zusätzlicher Test (Optional)

Um visuell zu überprüfen, ob alles flüssig läuft, kannst du das klassische Zahnrad-Demoprogramm starten:

glxgears

Es öffnet sich ein Fenster mit drehenden Zahnrädern. Achte im Terminal auf die Ausgabe der Bildwiederholrate (FPS). Wenn die Animation flüssig läuft und das Terminal konstante FPS-Werte liefert, funktioniert deine Grafikbeschleunigung einwandfrei. Du kannst das Fenster durch Drücken von Strg + C im Terminal wieder schließen.

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