Tutorial: Fehler "Stack-based buffer overrun" in Explorer.exe beheben

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Dieses Tutorial hilft dir dabei, die Fehlermeldung „The system detected an overrun of a stack-based buffer in this application“ im Zusammenhang mit der Explorer.exe unter Windows zu beheben.

Dieser Fehler tritt auf, wenn ein Programm Daten in einen Speicherbereich (Stack) schreibt, der dafür nicht groß genug ist. Meistens sind beschädigte Systemdateien, fehlerhafte Shell-Erweiterungen (Kontextmenü-Einträge) oder Malware die Ursache.


Methode 1: Systemdateien reparieren (SFC und DISM)

Windows verfügt über integrierte Werkzeuge, um beschädigte Systemdateien automatisch zu reparieren.

  1. Drücke die Windows-Taste, tippe cmd ein.
  2. Klicke mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wähle Als Administrator ausführen.
  3. Gib nacheinander folgende Befehle ein und bestätige jeden mit Enter (warte, bis der jeweilige Vorgang abgeschlossen ist):
    • sfc /scannow
    • dism /online /cleanup-image /restorehealth
  4. Starte deinen Computer neu.

Methode 2: Defekte Shell-Erweiterungen deaktivieren

Oft verursachen Programme von Drittanbietern, die sich in das Rechtsklick-Menü des Explorers einnisten, diesen Fehler.

  1. Lade das kostenlose Tool ShellExView (von NirSoft) herunter.
  2. Starte das Programm (als Administrator).
  3. Gehe auf Options -> Hide All Microsoft Extensions.
  4. Nun siehst du alle Erweiterungen von Drittanbietern (in rosa markiert).
  5. Markiere alle Einträge (Strg + A), klicke rechts und wähle Disable Selected Items.
  6. Starte die Explorer.exe neu (über den Task-Manager) oder starte den PC neu.
  7. Test: Wenn der Fehler weg ist, aktiviere die Einträge nacheinander wieder, um den Übeltäter zu finden.

Methode 3: Windows-Explorer-Verlauf und Icon-Cache löschen

Ein beschädigter Cache kann den Explorer zum Absturz bringen.

  1. Öffne die Systemsteuerung und gehe zu Explorer-Optionen (oder Datei-Explorer-Optionen).
  2. Klicke im Reiter „Allgemein“ unten bei „Datenschutz“ auf Löschen (neben „Datei-Explorer-Verlauf löschen“).
  3. Icon-Cache löschen:
    • Drücke Win + R, gib %localappdata% ein und drücke Enter.
    • Suche die Datei IconCache.db (eventuell musst du unter „Ansicht“ die ausgeblendeten Elemente aktivieren).
    • Lösche diese Datei und starte den PC neu.

Methode 4: Überprüfung auf Malware

Manchmal tarnen sich Viren als Explorer-Prozess oder injizieren Code in diesen.

  1. Führe einen vollständigen Suchlauf mit dem Windows Defender durch.
  2. Nutze zusätzlich ein Tool wie Malwarebytes (kostenlose Version reicht), um nach tieferliegenden Infektionen zu suchen.

Methode 5: Einen „Sauberen Neustart“ durchführen

Um herauszufinden, ob ein Hintergrundprogramm den Fehler verursacht:

  1. Drücke Win + R, gib msconfig ein und drücke Enter.
  2. Gehe zum Reiter Dienste.
  3. Setze unten den Haken bei Alle Microsoft-Dienste ausblenden.
  4. Klicke auf Alle deaktivieren.
  5. Gehe zum Reiter Autostart -> Task-Manager öffnen und deaktiviere dort alle Programme.
  6. Starte den PC neu. Tritt der Fehler nicht mehr auf, liegt es an einem der deaktivierten Programme.

Methode 6: Grafiktreiber aktualisieren

Obwohl es nach einem Speicherfehler klingt, kann ein fehlerhafter Grafiktreiber die visuelle Darstellung der Explorer.exe stören und diesen Buffer-Overrun auslösen.

  1. Klicke rechts auf den Startknopf und wähle Geräte-Manager.
  2. Suche nach Grafikkarten.
  3. Klicke deine Grafikkarte rechts an und wähle Treiber aktualisieren.
  4. Alternativ: Lade den neuesten Treiber direkt von NVIDIA, AMD oder Intel herunter.

Zusätzlicher Tipp: Wenn der Fehler erst seit Kurzem auftritt, kann auch die Systemwiederherstellung helfen, um Windows auf einen Zeitpunkt zurückzusetzen, an dem alles noch einwandfrei funktionierte.

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