Tutorial: Der Pixel Stretch Effekt in Photoshop

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du den beliebten Pixel Stretch Effekt in Adobe Photoshop erstellst. Dieser Effekt eignet sich hervorragend für Sportaufnahmen, Modefotografie oder um dynamische, futuristische Designs zu kreieren.

Einleitung

Der Pixel Stretch Effekt zieht eine einzige Pixelreihe eines Bildes in die Länge und erzeugt so farbenfrohe Linien, die Bewegung und Dynamik simulieren.


Schritt 1: Vorbereitung des Bildes

  1. Öffne dein gewünschtes Bild in Photoshop.
  2. Das Motiv freistellen: Damit der Effekt hinter oder um eine Person herum fließen kann, solltest du das Hauptmotiv freistellen.
    • Wähle das Objektauswahlwerkzeug (W) und klicke auf „Motiv auswählen“.
    • Drücke Strg + J (Windows) oder Cmd + J (Mac), um das Motiv auf eine neue, eigene Ebene zu kopieren. Benenne diese Ebene „Motiv“.
    • Die ursprüngliche Ebene bleibt im Hintergrund.

Schritt 2: Die Pixel-Auswahl treffen

  1. Klicke auf die ursprüngliche Hintergrundebene (oder eine Kopie davon).
  2. Wähle das Auswahlwerkzeug: Einzelne Spalte (Single Column Marquee Tool). Du findest es, wenn du lange auf das rechteckige Auswahlwerkzeug in der Werkzeugleiste klickst.
  3. Klicke nun auf eine Stelle in deinem Bild, die besonders interessante Farben enthält (z. B. die Kleidung oder ein buntes Accessoire des Motivs). Es erscheint eine vertikale, 1 Pixel breite Linie über das gesamte Bild.

Schritt 3: Den Stretch erzeugen

  1. Drücke Strg + J (Windows) oder Cmd + J (Mac). Du hast nun eine hauchdünne Linie auf einer neuen Ebene extrahiert.
  2. Drücke Strg + T (Windows) oder Cmd + T (Mac) für „Frei Transformieren“.
  3. Greife einen der seitlichen Anfasser des Rahmens und ziehe die Auswahl in die Breite.
    • Hinweis: In neueren Photoshop-Versionen musst du eventuell die Umschalt-Taste (Shift) gedrückt halten, um die Proportionen zu ignorieren und die Pixel nur in die Breite zu ziehen.
  4. Ziehe den Streifen so weit, bis er die gewünschte Breite hat, und bestätige mit Enter.

Schritt 4: Den Effekt verformen (Warping)

Damit der Effekt nicht nur wie ein flacher Block aussieht, biegen wir ihn nun.

  1. Gehe zu Bearbeiten > Transformieren > Verkrümmen (Warp).
  2. Wähle oben in der Optionsleiste unter „Verkrümmen“ beispielsweise den Modus Bogen oder nutze das freie Verkrümmen-Gitter, um die Linien organisch um dein Motiv herum zu schwingen.
  3. Bestätige mit Enter.

Schritt 5: Ebenen anordnen und Maskieren

  1. Schiebe die Ebene mit dem Stretch-Effekt im Ebenen-Bedienfeld hinter deine „Motiv“-Ebene. So scheint der Effekt hinter der Person zu entspringen.
  2. Wenn der Effekt das Motiv an bestimmten Stellen überlagern soll (z. B. um den Körper gewickelt), erstelle eine Ebenenmaske auf der Stretch-Ebene.
  3. Wähle einen schwarzen, weichen Pinsel (B) und male auf der Maske die Bereiche weg, die hinter dem Körper verschwinden sollen. So erzeugst du eine 3D-Optik.

Schritt 6: Feinschliff

  • Farbanpassung: Wenn die Farben zu knallig oder zu blass sind, drücke Strg + U (Farbton/Sättigung), um die Farben des Stretches anzupassen.
  • Schatten: Um mehr Realismus zu erzeugen, kannst du auf einer neuen Ebene mit einem weichen, schwarzen Pinsel (geringe Deckkraft) einen leichten Schatten dort malen, wo der Stretch den Körper „berührt“.
  • Bewegungsunschärfe: Gehe zu Filter > Weichzeichnungsfilter > Bewegungsunschärfe, um die Linien noch weicher ineinander fließen zu lassen.

Profi-Tipp:

Du kannst diesen Effekt auch horizontal anwenden, indem du das Werkzeug „Auswahlwerkzeug: Einzelne Zeile“ benutzt. Dies eignet sich hervorragend für Effekte, die nach oben oder unten wegfließen sollen.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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