Tutorial: Ausschlüsse im Windows Defender unter Windows 10 hinzufügen

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Hier ist ein detailliertes Tutorial, wie du Ausschlüsse für den Windows Defender (jetzt offiziell „Windows-Sicherheit“ genannt) unter Windows 10 einrichtest.

Der Windows Defender schützt deinen PC vor Viren und Schadsoftware. Manchmal blockiert er jedoch fälschlicherweise sichere Programme oder verlangsamt bestimmte Anwendungen (z. B. Programmierwerkzeuge). In solchen Fällen kannst du „Ausschlüsse“ definieren, damit diese Dateien oder Ordner vom Scan ignoriert werden.


Schritt 1: Windows-Sicherheit öffnen

  1. Klicke auf das Start-Menü (Windows-Logo unten links).
  2. Tippe den Suchbegriff „Windows-Sicherheit“ ein und drücke die Eingabetaste.
  3. Alternativ: Gehe über Einstellungen (Zahnrad-Icon) > Update und Sicherheit > Windows-Sicherheit > Windows-Sicherheit öffnen.

Schritt 2: Viren- & Bedrohungsschutz aufrufen

Klicke im Hauptmenü der App auf die Kachel „Viren- & Bedrohungsschutz“.

Schritt 3: Einstellungen verwalten

Scrolle nach unten bis zum Abschnitt „Einstellungen für Viren- & Bedrohungsschutz“ und klicke auf den blauen Link „Einstellungen verwalten“.

Schritt 4: Zu den Ausschlüssen navigieren

Scrolle in diesem Menü ganz nach unten, bis du die Überschrift „Ausschlüsse“ findest. Klicke dort auf den Link „Ausschlüsse hinzufügen oder entfernen“.

Schritt 5: Einen Ausschluss hinzufügen

  1. Klicke auf die Schaltfläche mit dem Pluszeichen: „+ Ausschluss hinzufügen“.

  2. Wähle aus dem Dropdown-Menü den gewünschten Typ aus:

    • Datei: Schließt eine einzelne spezifische Datei aus.
    • Ordner: Schließt einen gesamten Ordner und alle darin enthaltenen Dateien aus (häufigste Wahl).
    • Dateityp: Schließt alle Dateien mit einer bestimmten Endung aus (z. B. .exe oder .log).
    • Prozess: Schließt ein im Hintergrund laufendes Programm aus.
  3. Es öffnet sich ein Fenster, in dem du die Datei oder den Ordner auf deiner Festplatte auswählen musst. Bestätige die Auswahl mit „Ordner auswählen“ bzw. „Öffnen“.

  4. Bestätige die Sicherheitsabfrage von Windows (Benutzerkontensteuerung) mit „Ja“.


Die verschiedenen Ausschluss-Typen erklärt

  • Ordner: Ideal für Spiele-Installationen oder Entwickler-Projekte, die durch den Echtzeit-Scan verlangsamt werden.
  • Datei: Gut für einzelne Tools, die der Defender fälschlicherweise als „Bedrohung“ erkennt (False Positives).
  • Dateityp: Vorsicht geboten! Hiermit werden z. B. alle .zip-Dateien ignoriert, was ein Sicherheitsrisiko darstellen kann.
  • Prozess: Hilfreich, wenn ein Programm selbst sehr viele Schreib-/Lesevorgänge durchführt und vom Defender dabei ausgebremst wird.

Wichtige Sicherheitshinweise

⚠️ Vorsicht: Wenn du einen Ausschluss hinzufügst, wird dieser Bereich von Windows nicht mehr auf Viren oder Malware geprüft.

  • Füge nur Ausschlüsse für Dateien hinzu, denen du zu 100 % vertraust.
  • Ausschlüsse können ein Einfallstor für Schädlinge sein, die sich gezielt in diesen Ordnern verstecken.
  • Solltest du einen Ausschluss nicht mehr benötigen, entferne ihn einfach in derselben Liste, indem du auf den kleinen Pfeil neben dem Eintrag klickst und „Entfernen“ wählst.
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